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Gemeinde Heiden

Gemeinde Heiden

Mitteilungen aus der Gemeindeverwaltung Heiden (AR).

Fakultatives Referendum

Attraktiveres Zentrum

Das ortsbildgeschützte Zentrum von Heiden soll ganzheitlich in Angriff genommen werden. Eine Herausforderung an einem sensiblen Ort.

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Das neue Raumplanungsgesetz verpflichtet die Gemeinden dazu, eine Strategie für ihre Ortsentwicklung zu definieren. Zwischen 2014 und 2017 wurden für Heiden deshalb verschiedene Studien zur Verkehrs- und Zentrumsentwicklung erarbeitet. Dabei wurden Bahnhof, Kirchplatz, Werdstrasse, die «Alte Migros» und Seeallee mit Kurpark als mögliche Interventionsräume identifiziert. Ihre strategische Ausrichtung und konkrete Massnahmen soll nun ein Masterplan festhalten.

Bis Ende 2023 wird der Bahnhof Heiden behindertengerecht umgebaut. Mit der zeitgleichen besseren Abstimmung von Bahn und Postauto ist es möglich, die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs insgesamt zu steigern. Der Wegzug der Postautos birgt darüber hinaus die Möglichkeit, den Kirchplatz neu zu bespielen. Konkrete Nutzungsmöglichkeiten sind nun aufzuzeigen. Der Kanton erarbeitet momentan zusammen mit der Gemeinde ein Sanierungskonzept für die Werdstrasse; die baulichen Massnahmen sollen auf die neuen Postautorouten ausgelegt werden.

Seit dem Kauf der «Alten Migros» im Jahr 2011 wird das in die Jahre gekommene Gebäude an der Poststrasse 5a/b zwischengenutzt. Mit der geplanten Überbauung der Nachbarliegenschaft liesse sich ein parzellenübergreifendes Projekt realisieren und mit einer möglichen halböffentlichen Tiefgarage kombinieren.

Aufgrund des Entscheids der Hotel Park AG, auf einen Neubau des Hotels inklusive Tiefgarage an der Seeallee zu verzichten, muss das 2015 erarbeitete und seither sistierte Sanierungskonzept Seeallee/Kurpark hinterfragt werden. Damit einher geht ein Entscheid für oder gegen eine öffentliche Tiefgarage. Auch die Verlegung der Postautoumsteigeanlage hat Auswirkungen auf die Seeallee.

Gemeinsam zu einer ortsbildverträglichen Zentrumsentwicklung

Das Zentrum von Heiden untersteht dem nationalen Ortsbildschutz und gehört damit zu einem wichtigen Kulturgut der Schweiz. All die skizzierten Herausforderungen, ausgelöst durch neue Ansprüche an der Infrastruktur im Ortszentrum, finden an einem hoch sensiblen Ort statt. Eine gesamtheitliche Betrachtungsweise ermöglicht eine ortsbildverträgliche Gesamtlösung. Darum ist dem Gemeinderat die Einbindung der Bevölkerung und von Interessengruppen ein besonderes Anliegen.

Für die Erarbeitung des Masterplans Zentrumsentwicklung wurden der Projektauftrag verfasst und eine Projektgruppe aus Kommissionen und Verwaltung bestimmt. Den Auftrag von 79‘100 Franken soll die Metron AG aus Brugg erhalten, die bereits die vorhergehenden Studien verfasst hat und mit der Gemeinde bestens vertraut ist. Die Erarbeitung des Masterplans ist innerhalb eines Jahres ab Projektstart vorgesehen. Der Gemeinderat rechnet mit einem gesamten Projektbudget von Fr. 114‘070.00. Er hat das Vorhaben dem fakultativen Referendum unterstellt.

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