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Creasoft AG

Auf der Welle des technologischen Fortschritts reiten

Planen, entwickeln und testen – seit 28 Jahren hat die Creasoft AG in Mauren (FL) die Nase in Sachen Softwarelösungen vorn. Weil die Technologie so rasant voranschreitet, ist das Unternehmen erfolgreich unterwegs.

«Die Ostschweiz» Paid Content am 20. Juni 2021

Andererseits liegt aber genau hier die Herausforderung, wie Gründer Stefan Matt im Interview erklärt.

Sie haben vor 28 Jahren zusammen mit Martin Salzgeber die Creasoft AG in Mauren gegründet. Inzwischen ist Ihr Team auf 40 Mitarbeiter gewachsen. Wie hat sich die Arbeit seither verändert?

Ich habe heute definitiv mehr mit anderen Mitarbeitern zu tun (lacht). Man kann sagen, dass die Anfangszeit vor allem von Unsicherheit bestimmt war. Die Firma war unbekannt, wir ­waren finanziell natürlich einige Zeit recht knapp ausgestattet. Ich habe auch selbst vor allem programmiert.

Heute sind wir am Markt bekannt und in der Region eine der grösseren Firmen, die rein auf Softwareentwicklung spezialisiert sind. Wir können auch sehr grosse Softwareprojekte erfolgreich durchführen. Ich selbst bin nicht mehr so stark in Projekten eingebunden. Programmieren tue ich gar nicht mehr.

Die Führung schaut bei uns so aus, dass ich ­meinen Leuten vor allem das Feld bereiten will, dass sie effizient arbeiten können. Ich kümmere mich viel um organisatorische Themen und um die Zukunft des Unternehmens. Mein Ziel ist es, in der Firma möglichst unwichtig zu werden. Ich glaube, das ­sichert die Zukunft.

Gerade im Bereich der Software sind die Entwicklungsschritte riesig. Mit welchen Herausforderungen hatten Sie am meisten zu kämpfen?

Der technologische Fortschritt ist rasant. Es ist wichtig, dabei zu bleiben, aber dennoch nicht mit jeder neuen Technologie der Erste zu sein, und dann damit Schiffbruch zu erleiden. Eine Balance ist hier wichtig. Dazu braucht es sicher viel Erfahrung. Diese Technologiebeobachtung und Beurteilung muss systematisch und kontinuierlich durchgeführt werden. Andererseits gibt es aber Themen, die recht stabil sind. Es gibt Grundsätze in der Durchführung von Softwareprojekten, die schon lange bekannt sind und sich nicht dauernd ändern. Was aber nicht heisst, dass es immer leicht ist, sie einzuhalten. Softwareentwicklungsprojekte sind dafür berüchtigt, dass Termine und Kosten nicht eingehalten werden. Ich denke, die grösste Leistung der Firma Creasoft AG ist es, ein System erarbeitet zu haben, das den Erfolg von Softwareprojekten garantiert, wenn der Kunde mit uns zusammen diesem System folgt. Eine wirklich grosse und neue Herausforderung bei modernen vernetzten Softwaresystemen ist die IT-Sicherheit. Dieses Thema war früher nicht so präsent.

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Creasoft AG

Martin Salzgeber.

Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, wie schnelllebig alles sein kann. Was beispiels­weise im Bereich Homeoffice vor zwei Jahren noch undenkbar war, ist heute möglich. Wie nehmen Sie das wahr? Und welche Weichen mussten Sie stellen, dass es funktioniert?

Unsere Mitarbeiter können schon länger innerhalb des gesetzlichen Rahmens im Homeoffice ar­beiten. Wir haben in Liechtenstein eine gute Telekommunikationsinfrastruktur, welche die technischen Voraussetzungen bietet. Glücklicherweise haben wir zu Beginn von 2020 auch intern alle Voraussetzungen geschaffen, dass unsere Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten können. Hier war aber eher die IT-Sicherheit der Treiber. Wir haben Corona natürlich auch nicht vorhergesehen. Mit einigen unserer Kunden arbeiten wir schon länger auch über Onlinewerkzeuge zusammen. Deshalb konnten wir auch denen, die das nicht gewohnt waren, sofort mit Rat und Tat zur Seite stehen. In unserer Branche funktioniert Homeoffice sehr gut, wenn es um die reine Leistungserbringung geht.

Die sozialen Aspekte ­einer Zusammenarbeit im Büro dürfen aber nicht ausser Acht gelassen werden. Mittlerweile spürt man, dass allen der direkte Kontakt mit den Kollegen fehlt. Das Einarbeiten von neuen Mitarbeitern bei fast 100 Prozent Homeoffice ist schwierig. Sie bekommen das besondere Gefühl, das bei uns normalerweise herrscht, nicht vermittelt.

Heute würde ich aber meinen, dass 40 Prozent der Arbeitszeit problemlos im Homeoffice geleistet werden könnten, ohne dass der soziale Zusammenhalt gross leidet. Ich möchte diese Überlegung mal in den Zusammenhang mit dem kürzlich gescheiterten S-Bahn-Projekt stellen. Mit der Möglichkeit eines erweiterten Umfangs im Homeoffice könnte ohne zusätzliche Kosten wahrscheinlich mehr Verkehr von der Strasse weggebracht werden, als mit dem viele Millionen teuren S-Bahn-Projekt.

Natürlich müssten die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen und es müsste geklärt werden, was Sozialversicherungen, steuerliche Fragen und Fragen des Arbeitsplatzes betrifft.

Einen Grossteil des Umsatzes erwirtschaften Sie in Österreich. Ist das nach wie vor so? Und wie wichtig ist der Wirtschaftsstandort Ostschweiz für Sie?

Es hat sich im Lauf der Jahre so ergeben, dass wir einige der grössten Firmen in Vorarlberg als Kunden gewinnen und halten konnten. Diese Firmen sind auch vernetzt und es hat sich wohl herumgesprochen, dass wir ein verlässlicher und kompetenter Partner sind. Es ist wirklich nach wie vor so, dass wir den grössten Teil des Umsatzes in Vorarlberg erwirtschaften. Wir haben aber durchaus auch Kunden in Liechtenstein und der Ostschweiz. Wir arbeiten daran, diesen Kundenkreis zu vergrössern. Ich fühle mich vor allem mit unserer Region Rheintal verbunden. Es ist ein wunderbarer Ort, um zu leben und zu arbeiten.

Ihr Unternehmen vergrössert sich räumlich. Wo steht man derzeit?

Die Creasoft AG wächst seit der Gründung kontinuierlich, obwohl Grössenwachstum kein explizites Ziel ist. Es ist eher eine Konsequenz daraus, dass bestehende Kunden bleiben und neue dazukommen. Im letzten Jahr wurde klar, dass wir mit unseren bestehenden Räumlichkeiten nicht mehr lange über die Runden kommen. Wir haben beschlossen, einen Anbau zu realisieren und unser Platzangebot fast zu verdoppeln. Die Arbeiten gehen plangemäss voran. Wir werden auf Ende Jahr die neuen Räumlichkeiten beziehen.

Der Neubau ist mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet, die im Zusammenspiel mit einer Wärmepumpenanlage unseren Strom-, Wärme- und Kältebedarf abdecken wird. Wir versuchen, auf diese Weise und mit einem Mobilitätskonzept unseren ökologischen Beitrag zu leisten.

Planung ist derzeit zwar schwierig. Dennoch: Welche nächsten Ziele und Projekte stehen bei Ihnen an?

In diesem Jahr sicher die Fertigstellung des Neubaus und die Organisation des Um- und Bezugs. Dann müssen wir auch die alten Räumlichkeiten, die wir seit 20 Jahren benutzen, einer ­Renovation unterziehen. Derzeit arbeiten wir auch daran, unsere Kompetenzen im Bereich UI-Design nochmals zu verstärken, um unser Dienstleistungsangebot auch in diesem Bereich abzurunden.

Bei den Kundenprojekten stehen diverse Herausforderungen an. Vieles dreht sich um Web- und Cloudanwendungen. Es ist schon eindrücklich, was in diesem Bereich heute alles möglich ist, wenn man es mit der ersten Webanwendung vergleicht, die wir im Jahr 1999 erstellt haben.

Werden die Entwicklungsschritte noch einmal so riesig sein, wie es in den vergangenen 28 Jahren der Fall war?

Ich bin kein Wahrsager, erwarte aber, dass es im Wesentlichen so weitergeht wie bisher. Das heisst, es werden bestimmte Werte beständig sein und es wird Bereiche geben, die weiterhin exponentiell wachsen. Das Wachstum muss aber nicht immer mit Umsatz und Ressourcenverbrauch zusammenhängen – hoffe ich zumindest.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
«Die Ostschweiz» Paid Content

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