logo

Judith Erdin

Das steckt in «Dein bestes Brot»

Der Geruch eines frischgebackenen Brots – wer liebt ihn nicht? Mit ihrem ersten Backbuch verhilft Judith Erdin den Lesern zum besten Brot wie vom Lieblingsbäcker. Wie das klappt, verrät sie im Interview.

Manuela Bruhin am 01. Mai 2021

Sie bringen mit «Dein bestes Brot» Ihr erstes Backbuch heraus. Auf was dürfen sich Ihre Fans freuen?

«Dein bestes Brot» ist ein Brotbackbuch sowohl für Anfänger als auch für langjährige Hobby-Bäcker. Denn darin finden sich – nebst vielen wichtigen Tipps rund ums Brotbacken – 42 durchdachte Rezepte für Brot, das tatsächlich schmeckt wie vom Lieblings-Bäcker. Vom Baguette und Vollkornbrot über Focaccia bis hin zum Butterzopf und Weggli ist alles dabei.

Für meine Leser, die sich schon einmal quer durch meine Online-Brotrezepte gebacken haben, sei gesagt: Das Buch enthält praktisch nur neue Rezepte. Lediglich ein paar wenige der beliebtesten, meistgeklickten Brote, die es bereits auf dem Blog gibt, haben es in überarbeiteter Form ins Buch geschafft. Es gibt also bestimmt viel Interessantes und «Gluschtiges» zu entdecken. Das Besondere an diesem Buch ist vielleicht, dass die Rezepte alle sehr detailliert beschrieben und die wichtigsten Arbeitsschritte grosszügig bebildert sind – und natürlich, dass sie aus der Feder einer Bäckerin-Konditorin stammen (lacht).

Gerade im Lockdown haben viele von uns zum Kochlöffel gegriffen. Auf was kommt es an, damit es eben «dein bestes Brot» wird?

Damit das Brot «perfekt» aus dem Ofen gezogen werden kann, spielen viele verschiedene Kriterien eine Rolle. Die Qualität der Zutaten, die korrekte Zubereitung, ein wenig Gespür für den Teig und natürlich das Einstellen und Bedienen des Backofens. Doch das wird im Buch alles genau beschrieben. Die wichtigsten Komponenten stehen aber nicht im Buch: Die Motivation, selbst backen zu wollen und die anschliessende Freude, wenn man genüsslich in das noch lauwarme Stückchen Brot beisst und weiss: Das habe ich selbst gebacken. Denn solch ein Brot ist praktisch immer «dein bestes Brot».

Judith Erdin

Sie haben unzählige Rezepte und Koch-/Backvorschläge auf Ihrer Homepage. Wo holen Sie sich die Inspiration?

Wenn es um Essen geht, bin ich Geniesserin und achte dabei auch auf die Qualität dessen, was ich zu mir nehme. Sehe ich also im Laden etwas, worauf ich Lust hätte, überlege ich mir meistens: Könnte ich das ohne Zusatzstoffe auch selber machen? Oft sind die Rezepte aber auch verknüpft mit schönen Kindheitserinnerungen, die man mit einem genüsslichen Bissen erneut aufleben lassen kann. Oder sie resultieren aus der Frage meines Partners: «Was denkst du, könntest du nicht auch mal DAS probebacken?»

Judith Erdin

Von Fertigbackmischungen und industriellen Guetzliteigen bekommen Sie Gänsehaut – aber nicht im positiven Sinne. Wie schafft man es, dass die Kreationen so gut wie gekauft schmecken – oder eben noch besser?

Ich schaue meistens, welche Inhaltsstoffe das gekaufte Produkt enthält. So ist die Basis bereits gegeben. Dann beginnt das Tüfteln, wobei das Rezept viele Male in immer wieder leicht abgeänderter Version gebacken wird. Dank meiner Ausbildung zur Bäckerin-Konditorin und meiner Neugier sind mir viele Arbeitsabläufe und Zubereitungsarten geläufig – was die Testphase natürlich enorm erleichtert.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?

Hmm – nicht ganz einfach. Mein Lieblingsrezept ändert von Woche zu Woche und ist immer das, was ich gerade vor mir auf dem Teller habe (lacht). Aktuell ist es gerade das luftige Vollkornbrot aus meinem Buch.

Judith Erdin
Stölzle /  Brányik
Autor/in
Manuela Bruhin

Manuela Bruhin (*1984) aus Waldkirch ist Redaktorin von «Die Ostschweiz».

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.