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Mitgründerin Martina Wick im Interview

«Der Berliner: Viel Teig, wenig Füllung. Das wollen wir ändern.»

Vier Gastronomen – eine Vision. Die Gründer der Breitmaul GmbH wollen genussvolle Momente und gesellschaftliche Erlebnisse zaubern. Ihr erstes Projekt startet in Bern mit einem Foodbike und neuen Interpretationen des Berliners.

Manuela Müller am 14. September 2021

Martina Wick, wie seid ihr auf die Idee gekommen, euer eigenes Geschäft zu starten?

2020 gab uns allen die Möglichkeit über Einiges nachzudenken. Bei uns vier Gründern entwickelten sich aus vielen Gedanken und Reflexionen eine Vision. Viele Ideen, Dutzende von Stunden und unzählige inspirierende und konstruktive Gespräche führten zum Zusammenschluss dieses Unternehmens.

Wie setzt sich die Breitmaul GmbH zusammen?

Die Firma Breitmaul GmbH setzt sich aus den vier Initianten Martin Amstutz, Marcel Schori, Lukas Schwaller und mir, Martina Wick zusammen.

Was steckt hinter eurer Geschäftsidee und eurem speziellen Namen?

Breitmaul steht für gastronomische Dienstleistungen, die einen breiten Mund benötigen oder einen breiten Mund generieren. Genussvolle Momente sowie gesellschaftliche Erlebnisse stehen für uns im Zentrum. Wichtig ist uns, den Mund nicht zu voll zu nehmen, um die Bodenhaftigkeit zu behalten.

Unser Angebot führt Menschen zusammen und zeigt auf unkonventionelle Art auf was Kochen, Essen, Trinken und gemeinsames Beisammensein im 21. Jahrhundert für uns bedeutet. Wir fördern und fordern (unsere) Skills getreu nach unseren hoch gesteckten Qualitätsstandards und streben nach Perfektion im Handwerk.

Mit unserer Firma Breitmaul realisieren wir verschiedene Projekte. Gestartet wird mit dem Bärnliner Projekt, aber auch den Breitmaul Events. Weitere Konzepte sind in Planung.

Welches Konzept steckt hinter dem ersten Projekt «Bärnliner»?

Dieses Konzept fängt ganz klein an. Wir verkaufen auf der Strasse verschiedene Sorten Bärnliner und nehmen an Weihnachtsmärkten teil. Der Bär on the Road: Im Foodbike kuriert das Sortiment an bevölkerte Standorte und strahlt Genuss, Lebendigkeit, sowie Gelassenheit aus.

Der Berliner ist der zentraleuropäische Donut und gehört in der Schweiz zu grosser Beliebtheit. Das Problem ist, dass meist zu wenig Füllung und zu viel Teig vorhanden ist. Dies möchten wir ändern. Wir befüllen unsere Bärnliner mit unkonventionellen, saisonalen und lokalen Produkten von süss bis herzhaft. Das Endprodukt erstrahlt in einer Luftigkeit und Fülle als Attribut zum Berner Bär.

Weshalb kommt genau dieses Projekt als erstes?

Unsere erste Projektidee war ein Pop up Restaurant in der Stadt Bern. In der vertieften Planung des Popups entschlossen wir uns dies zu verschieben. Das Risiko durch die Pandemie war uns zu gross. Mit dem Bärnliner Konzept haben wir eine freche, zeitgemässe Wahl getroffen, welche trotz Corona gut funktionieren kann und freuen uns nun auf die ersten Verkäufe.

Matina Wick, ihr habt keinen fixen Standort, seid dafür mit einem Foodbike unterwegs. Möchtet ihr so flexibel bleiben?

Da wir vier Gründer in der Aufbauphase unserer Firma nebenbei noch angestellt sind, ermöglicht uns das Foodbike Flexibilität. So können wir uns die Verkaufstage besser einteilen und planen, als wenn wir einen fixen Standort wie beispielsweise einen Verkaufsladen hätten.

Woher nehmt ihr eure Inspirationen?

Durch das Studium an der Hotelfachschule, verschiedene Wettbewerbserfahrungen und deren Vorbereitung und Mitglied der Kochnationalmannschaft durften wir vier Initianten viele wertvolle Erfahrungen sammeln und unseren Horizont erweitern. Ich denke diese Offenheit und Neugierde gegenüber Neuem inspiriert uns.

Stehen auch Projekte im Raum Ostschweiz auf dem Programm oder bleibt ihr eher in Bern?

Die ersten Projekte werden wir in Bern und Umgebung durchführen. Dank den Breitmaul Events kommen wir jedoch an viele Orte der Schweiz. Am 23. Oktober haben wir beispielsweise die grossartige Möglichkeit am «Tanz dich satt» Streetfood Festival in Steinegg AI unsere Bärnliner allen Breitmäulern schmackhaft zu machen. Wir können es uns durchaus vorstellen, weitere Projekte in der Ostschweiz durchzuführen, doch wir nehmen Eins nach dem anderen.

Weitere Informationen gibt es hier.

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Breitmaul GmbH

Die Skizze eines süssen Bärnliners von Daniela Ziller, WorldSkills Silbermedaillen-Gewinnerin als Dekorationsmalerin.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Manuela Müller

Manuela Müller (*1994) aus Marbach ist Redaktorin von «Die Ostschweiz».

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