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Musicalbühne

Der Clown schimmert immer durch

Am 18. Mai feiert «Orient Express» in der Lokremise Buchs Uraufführung. Dafür betritt der Schaaner Thomas Beck die für ihn weniger bekannte Musicalbühne. Er schlüpft dabei in immer wieder neue Rollen und freut sich zu singen.

Andrea Kobler am 23. April 2019

Zwei Liebende verabschieden sich am Zug-Perron und der Reisende verspricht seine Rückkehr. Thomas Beck wird sich mit dem italienischen Song «Torneró» in «Orient Express» in die Herzen der Besucher singen. Das melancholische Liebeslied, das Mitte der 70er-Jahre die Hitparaden stürmte, ist eines von über 20 Hits im Musical «Orient Express». Es weckt nicht nur bei Thomas Beck Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, als er als kleiner Junge Radio hörte. Später absolvierte er die «Scuola Dimitri», tourte während zwei Saisons mit dem Circus Monti durch die Schweiz, bevor er in verschiedenen Theatern Erfahrungen sammelte. Heute arbeitet er als freischaffender Schauspieler.

Viel Neues

«Endlich auch einmal wieder Singen und an dieser Seite der Schauspielerei zu arbeiten, die im Theater eher zu kurz kommt, macht mir riesigen Spass», erzählt Thomas Beck von seinem Engagement bei «Orient Express». Er freute sich bereits lange auf die Zusammenarbeit mit Regisseur Nikolaus Büchel und dem Musikalischen Leiter Marco Schädler. Seine Kolleginnen und Kollegen, die das Musical von Autor Mathias Ospelt zum Leben erwecken, lernte er in den Proben der letzten Wochen genauer kennen: «Eine tolle Gruppe mit einem grossen Können ist hier zusammengekommen. Ich freue mich auf die Vorstellungen mit dieser erstklassigen Besetzung.»

Die Reisenden

Thomas Beck spielt in drei Intermezzi der Zugreise einen Schweizer, einen Österreicher sowie einen Balkanesen, schlüpft von einer Rolle in die andere und wieder zurück. Der bereits im Text enthaltenen Komik versucht er in der Aktion noch eines drauf zu setzen. Bestimmt wird Thomas Beck deshalb die Zuseher nicht nur mit «Torneró» in seinen Bann ziehen, sondern auch in den Intermezzi zum Nachdenken oder gar zum Lachen bringen. Denn eines ist klar: «Egal was ich Spiele, irgendwo schimmert der Clown immer durch.» www.dasmusical.ch

Stölzle /  Brányik
Über den Autor
Andrea Kobler

Andrea Kobler ist Journalistin und betreibt seit 2010 eine eigene Agentur in Marbach. Sie ist verheiratet und Mutter von drei Töchtern.

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