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Keine Entlassungen bei der Säntis-Schwebebahn AG

Der Krise zum Trotz

Auch für die sturmerprobte Säntis-Schwebebahn AG waren die letzten beiden Jahre mit der Lawine im 2019 und der sich seit Anfang 2020 hinziehenden Corona- Situation eine Herausforderung. Dennoch konnte das Säntis-Team das Tourismusunternehmen auf Kurs halten.

Die Ostschweiz am 12. April 2021

Dass die Ausfälle im Frühjahr und Herbst Spuren in der Bilanz 2020 hinterlassen haben, ist laut Mitteilung verständlich. Gut drei Monate dufte die Säntis-Schwebebahn im vergangenen Jahr keine Passagiere auf den Gipfel transportieren. Die Restaurants standen leer und alle Gruppenanlässe, Events, Seminare und Familienfeste mussten storniert werden. Ein Lichtblick war dann der Sommer, der dem Säntis ein ganz neues Gästesegment bescherte. So viel französisch war auf dem Säntis wohl noch nie zu hören, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Es habe sich ausbezahlt, dass die Säntis-Schwebebahn AG nicht einfach auf die Anziehungskraft des Säntis gesetzt, sondern gezielt in die Steigerung der Attraktivität der Tourismus- Plattform investiert habe. Dazu gehöre in erster Linie das vor vier Jahren eröffnete Hotel. Ebenfalls für positive Effekte sorgten das komplett renovierte Gipfelrestaurant und die einzigartige Erlebniswelt.

All diese Massnahmen zusammen haben bewirkt, dass die Säntis-Schwebebahn AG im Corona-Jahr 2020 trotz aller Einschränkungen mit einem Umsatz von 17.3 Mio. Franken nur ca. 0.8 Mio. unter dem Vorjahr lag. In den wichtigsten Geschäftsfeldern, «Schwebebahn», «Hotel & Gastronomie» und «Detailhandel», konnten die Zahlen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr gehalten werden. Dieses stabile Ergebnis liess es zu, dass nicht nur sämtliche Mitarbeiter gehalten werden konnten, sondern dass auch die umsichtig geplanten Investitionen in die Zukunft des Unternehmens realisiert werden konnten.

Die Zeit der totalen Schliessung und der darauffolgenden Betriebseinschränkung haben die Verantwortlichen genutzt, um bestehende Angebote auszubauen und Neue zu kreieren. Gemeinsam mit ihren Teams haben Michael Wehrli für die Schwebebahn und Remo Brülisauer für Hotel und Gastronomie vieles überdacht und verbessert. «Wir haben gleich zu Beginn des Lockdowns Ideen gesammelt, Arbeitsabläufe verbessert und neue Angebote kreiert», erklärt Remo Brülisauer. Eines der Resultate daraus ist das neue Angebot «Sternenzauber». Als Kontrast zu dem beliebten Angebot «Vollmondfahrt» bieten diese Anlässe einen atemberaubenden Blick in den sternenübersäten Leermondhimmel über dem Säntis. Michael Wehrli hat mit seinem Team die Zeit des Stillstandes vor allem dafür genutzt, mit den Experten des Bundesamts für Verkehr ein neues Bergbahnkonzept vorzubereiten.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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