logo

«Corona-Splitter» (19)

Der Lockdown und die Mutanten

Was wirklich hinter den Mutanten steckt, warum sie durch die Lockdowns sogar gefördert wurden – und warum uns die Virologen nicht einfach die Wahrheit darüber sagen. Die neuesten «Corona-Splitter» von Rainer Fischbacher.

Rainer Fischbacher am 20. Mai 2021

Ich möchte, dass Sie den Zusammenhang zwischen den Mutanten und dem Lockdown verstehen. Coronaviren mutieren wie Grippeviren sehr schnell. Dabei gibt es Mutanten, die weniger ansteckend sein können oder gleich ansteckend, die sind aber kein Problem. Und dann gibt es halt die Mutanten, die noch ansteckender sind. Und die sind ein Problem!

Ohne Lockdown hätten wir innert drei Monaten eine Herdenimmunität erreicht. Mutanten hätte es auch gegeben. Aber drei Monate hätte auch den hoch ansteckenden nicht gereicht, um das Szepter zu übernehmen. Durch den Lockdown haben wir alles in die Länge gezogen, haben die normale Variante behindert, in dem wir uns geschützt haben und den hochansteckenden Mutanten einen Selektionsvorteil verschafft.

Schwerkranke können sich vor diesen hoch ansteckenden Mutanten kaum noch schützen. Und eine dieser hochansteckenden Mutanten ist dummerweise auch noch tödlicher. Es ist möglich, dass wegen des Lockdowns und der Mutanten mehr Menschen an Covid sterben, als ohne Lockdwon gestorben wären. Allerdings sind die Chancen gut, dass durch die Impfung zwar kein vollständiger Schutz gegen die Mutanten entsteht, aber doch ein Schutz vor katastrophal schweren Verläufen.

Warum erzählt Ihnen das ein Hausarzt und nicht ein Virologe, ein echter Spezialist?

Vielleicht erinnern Sie sich , dass ich wegen eines frechen Leserbriefes als stv. Kantonsarzt von meinem Arbeitgeber, dem Kanton Appenzell Ausserrhoden, aufgefordert wurde, zurückzutreten. Das konnte ich gut, denn meinen Lebensunterhalt verdiene ich schliesslich als Hausarzt. Ein Virologe ist aber 100% angestellt. Und er liebt seine Arbeit und möchte sie nicht verlieren. Er wird sich also sehr schwer damit tun, sich zu Dingen zu äussern, die seinem Arbeitgeber missfallen könnten.

Sie fragen sich vielleicht, weshalb sollen kluge Aussagen eines Virologen, welche helfen, die Politik auf die richtige Spur zu lenken, dem Arbeitgeber nicht gefallen? Doch leider ist es so: Forschungsinstitute verdienen nie genug Geld. Sie sind auf Sponsoren angewiesen. Sponsoren sind so humanistisch hochstehende und überhaupt nicht politisch umtriebige Organisationen wie zum Beispiel die Bill und Melinda Gates-Stiftung. Und wenn ein Virologe etwas äussert, das ihnen nicht passt, dann Gnade Gott, pardon Gnade Gates.

Und ich verstehe die Virologen. Das sind keine normalen Durchschnittsmenschen wie Sie und ich, das sind begnadete leidenschaftliche Forscher. Und wenn denen der Geldhahn zugedreht wird, stürzen sie sich womöglich von der nächsten Brücke. Da können wir nicht von ihnen erwarten, dass sie ehrlich sind mit uns und ihr Leben gefährden.

Das dürfte der Hauptgrund sein, dass Sie nie von einem Virologen hören werden, dass die Evolutionstheorie nach Charles Darwin auch für Viren gilt und somit die Schutzmassnahmen zur Selektion noch ansteckenderer Mutanten führen konnten. Und darum müssen Sie sich mit einem Hausarzt zufrieden geben.

Also: in Zukunft sollten wir auf Lockdowns verzichten. Auch das nächste Mal würde ein Lockdown noch ansteckendere Mutanten hervorbringen. Ganz zu schweigen vom grossen Leid, das er sonst noch bringt. Je besser wir uns schützen, desto schneller sind die hoch ansteckenden Mutanten da. Die andern haben dann ja keine Chance mehr.

Achtung: das ist keine Aufforderung, sich nun nicht mehr zu schützen: die Mutanten sind da, und unsere Regierung entlässt uns nicht aus dem Würgegriff, solange die Zahlen steigen. Denen ist es egal, wie es uns geht. Die interessieren sich nur für Zahlen, nicht für uns. Wir müssen uns schützen: vor den Viren – und vor der Regierung.

WERBUNG
Hoher Kasten - Kollerteam - 181021

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Rainer Fischbacher

Rainer Fischbacher ist Arzt in Herisau und ehemaliger Ausserrhoder Kantonsarzt.

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.