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Quartalsreport Seminarland Ostschweiz

Der Nachholbedarf an Seminaren ist weiterhin hoch

Die Nachfrage nach physischen Meetings, Seminaren und Tagungen ist seit den Lockerungen Mitte Mai immer noch hoch. In den ersten neun Monaten trafen beim Seminarland Ostschweiz doppelt so viele Anfragen wie im Vorjahr und rund 70% mehr Anfragen als 2019 ein. 

Die Ostschweiz am 12. Oktober 2021

Im September waren nahezu die meisten Ostschweizer Seminarhotels ausgebucht. Die Einführung der Zertifikatspflicht führte kaum zu Absagen. Firmen realisieren, dass Verhandlungen, komplexe Inhalte und kreative Sessions nicht über Videokonferenzen diskutiert werden können.

Normalerweise sind die Sommermonate im Seminargeschäft äusserst ruhig. Nicht so dieses Jahr: Manch ein Seminarhotel musste Anfragen mangels Kapazitäten schweren Herzens ablehnen. Insbesondere im September fanden überdurchschnittlich viele Seminare statt. Der Nachholbedarf nach der Pandemie-Pause hält weiterhin an. Dies bestätigt Ronny Weber, Vizedirektor der Kartause Ittingen: «Wir hatten eine überdurchschnittlich hohe Belegung mit vielen teambildenden Events. Viele Seminare fragten nach Rahmenprogrammen.»

Sehr positives Zwischenfazit nach dem 3. Quartal 2021

In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 kamen 334 Anfragen beim Seminarland Ostschweiz rein. Dies entspricht mehr als einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahr und rund 70% mehr Anfragen wie im Jahre 2019. Mit einer Conversion Rate von beinahe 50% resultierten aus den Anfragen 157 Buchungen für Seminare, Meetings und Events. Dies entspricht einem Umsatz von über CHF 932'000 sowie 2’714 Logiernächten. Seminarland Ostschweiz arbeitet mit 28 spezialisierten Hotels und 15 Tagungslocations zusammen. Just hat sich auch das renommierte Wellnesshotel Golf Panorama in Lipperswil der Marketing- und Verkaufsgruppe angeschlossen.

Videokonferenzen stossen bei hoher Komplexität und Verhandlungen an Grenzen

Anlässlich des Partnermeetings von «Seminarland Ostschweiz» am 27. September 2021 referierte Aviatik-Experte Dr. Andreas Wittmer der Universität St.Gallen. Seine Forschungserkenntnisse zeigen deutlich, dass die virtuellen Meetings zwar Zeit und Kosten sparen, aber für kreative Sessions und vertiefte Diskussionen nicht geeignet sind. «Die persönliche Einstellung von Führungskräften zu Videokonferenzen hat sich seit acht Monaten verschlechtert und persönliche Meetings werden wieder bevorzugt,» so Wittmer. Gerade Meetings mit mehr als drei Teilnehmenden und komplexen Inhalten oder Verhandlungen werden lieber Face-to-Face statt online durchgeführt. Grosse Firmen sind jedoch immer noch relativ zurückhaltend mit Meetings im Gegensatz zur KMU-Branche.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

«Die Ostschweiz» ist die grösste unabhängige Meinungsplattform der Kantone SG, TG, AR und AI mit monatlich über einer halben Million Leserinnen und Lesern. Die Publikation ging im April 2018 online und ist im Besitz der Ostschweizer Medien AG.

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