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Gesundheitsreport

Die Ostschweizer fürchten sich weniger vor Corona als der Rest der Schweiz

Nur ein Viertel der Ostschweizer fürchtet sich vor einer Covid-Infektion. Eine Impfpflicht lehnen die meisten ab, und der Widerstand gegen die Massnahmen ist hier besonders gross. Das zeigt der «Health Report 2021» eines Arzneimittelherstellers. Quer durch die Schweiz gibt es grosse Unterschiede.

Die Ostschweiz am 04. August 2021

Der STADA Health Report 2021 zeigt national und regional markante Unterschiede im Umgang der Bevölkerung mit der Corona-Pandemie. Knapp ein Viertel der Ostschweizer fürchtet sich vor dem Coronavirus. Das Gesundheitssystem geniesst bei 89% hohes Vertrauen. Auf massive Kritik stösst der Umgang der Behörden mit der Pandemie. Eine Impfpflicht wird in der Ostschweiz mehrheitlich abgelehnt. Massnahmen, wie das Tragen einer Maske, sind in der Ostschweiz unbeliebt.

In der Ostschweiz ist die Furcht vor einer COVID-Infektion schweizweit am geringsten: 24% führen dies als Hauptsorge während der Pandemie an. Europaweit fürchten sich 42% im Mittel vor einer Ansteckung mit Corona, in Spanien sind es sogar 54%. Erheblich mehr Sorgen bereiten den Ostschweizern die fehlenden sozialen Kontakte (62%), der Verzicht auf Reisen (44%), aber auch die Einsamkeit (26%) im Zuge der Pandemie.

Kritisch gegenüber Behörden und Impfpflicht

In der Ostschweiz besteht wie in der ganzen Schweiz ein ausgeprägtes Vertrauen in das Gesundheitssystem: 89% sind damit zufrieden. Dieser Wert liegt weit über dem europäischen Mittelwert von 71%. Dem Thema Infektionsschutz steht man in der Ostschweiz entspannter gegenüber als im Rest der Schweiz. So geben lediglich 58% der Befragten an, dass sie immer eine Maske tragen würden, um sich zu schützen. Am oberen Ende dieser Skala steht Zürich mit 66%. Wichtig scheint auch der Erhalt sozialer Kontakte. In der Ostschweiz geben 39% an, diese zu reduzieren. Anders in der Region Basel, wo mit 49% knapp die Hälfte der Befragten den Kontakt zu ihren Mitmenschen eingeschränkt haben.

Auch einer generellen Impfpflicht können die Ostschweizerinnen und Ostschweizer wenig abgewinnen: Mehr als die Hälfte (53%) der Befragten lehnen sie ab. Die Angst vor Nebenwirkungen und einem übermässigen Eingriff des Staates in die Privatsphäre (je 23%) sind zwei Gründe dafür. Gegensätzlich sieht es in der Region Zürich aus, in der 61% der Befragten eine Impfpflicht als wichtig und nötig erachten.

Zum STADA Health Report 2021

· Repräsentative Online-Studie mit mehr als 2'000 Befragten in der Schweiz

· Insgesamt mehr als 30'000 Teilnehmende aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, Portugal, Russland, der Schweiz, Serbien, Spanien, Tschechien, der Ukraine und dem Vereinigten Königreich.

Die STADA Arzneimittel AG produziert und vertreibt weltweit Generika, Spezialpharmazeutika und verschreibungsfreien Consumer Healthcare Produkte in rund 120 Ländern und erzielte 2020 mit rund 12'000 Mitarbeitenden einen Konzernumsatz von mehr als 3 Mrd. EUR. Die Schweizer STADA-Tochtergesellschaft Spirig HealthCare AG vertreibt hochwertige Generika.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

«Die Ostschweiz» ist die grösste unabhängige Meinungsplattform der Kantone SG, TG, AR und AI mit monatlich über einer halben Million Leserinnen und Lesern. Die Publikation ging im April 2018 online und ist im Besitz der Ostschweizer Medien AG.

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