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Aerower Jumple

«Dies ist das Fitnessgerät der Zukunft»

Hüpfen wir uns bald alle fit? Mit «Aerower Jumple» hat ein neuer Fitness-Trend die Schweiz erreicht. Was es zum Trainig braucht, ist ein spezieller Schuhe mit Federvorrichtung. Bloss eine verrückte Idee oder steckt da mehr dahinter? Trainerin Odett Taragos (*1983) im Interview.

Marcel Baumgartner am 21. Juni 2021

Eine Gruppe von Leuten, die zusammen munter durch den Fitnessbereich hüpft. «Aerower Jumple» klingt verrückt. Woher kommt die Trainings-Methode ursprünglich?

Die Trainings-Methode kommt ursprünglich von Adam Hornyak, ein ehemaliger Ungarischer Fitness-Trainer, der die Aerobic Steps mit den Rebound System kombiniert hat. Er war der Erste, der die Rebound-Schuhe als Fitnessgerät benützt hat. Sein Erfolg blieb nicht aus.

Wie läuft ein Training in der Regel ab? Es dürften hier ja wohl nicht unzählige verschiedene Abläufe möglich sein, oder irre ich mich da?

Im Prinzip ist das «Aerower Jumple»-Training wie auch andere Trainings aufgebaut, zuerst kommt die Aufwärmung, dann kommen die Grundlagen, dann die Choreographie Step by Step und letztlich dann das Stretching. Die Choreographie ist jedes Mal anders, es gibt nie die gleiche. So wird es nie langweilig, die Möglichkeiten sind unendlich.

Welche Bereiche des Körpers werden in erster Linie gestärkt?

In den Trainings wird der ganze Körper bewegt und gestärkt, wobei durch die Vorteile des Rebound Systems die Muskeln und Gelenke geschont werden, da der Aufprall um 80 Prozent reduziert wird. Das ist ein riesiger Vorschritt in der Welt des Sports, da wir alle wissen, wie sehr ein intensives Training die Gelenke in Anspruch nimmt.

Einzigartig an den Schuhen ist, dass man mit ihrer Hilfe 25 Prozent mehr Kalorien verbrennen kann, als bei herkömmlichen Cardio-Workouts. Die Muskeln ermüden sich später als bei normalen Schuhen.

Wie sind Sie selbst auf diesen Sport aufmerksam geworden?

Ich war schon Aerobic- und Spinning-Trainerin, als ich das erste Mal das Rebound System gesehen habe. Ich war damals sehr skeptisch. Meine ersten Gedanken waren, dass es wieder nur ein kurzer Trend ist, etwas Neues, das nach ein paar Monaten von der Fläche verschwinden wird. Zum Glück habe ich die Schuhe ausprobiert. Das erste Mal war ich noch sehr vorsichtig beim Jumpen, mir fehlte die Stabilität. Ab der zweiten Nutzung war alles sehr vertraut, also habe ich mich sofort für eine Ausbildung angemeldet. Das ist jetzt schon zwölf Jahre her…

Erhielten Sie aus Ihrem Umfeld anfangs auch eher komische Reaktionen?

Ja, selbstverständlich. Vor zwölf Jahren war das Rebound System in meiner Umgebung noch nicht bekannt, jeder wollte aber wissen, was das ist und wie man damit trainiert. Nach den ersten Begegnungen haben sich sehr viele für die Schuhe entschieden und benützen diese inzwischen regelmässig. Alter spielt keine Rolle, meine Tochter hat schon mit vier Jahren mit dem Jumpen angefangen, meine älteste aktive Kundin jumpt mit ihren 70 Jahren regelmässig mit.

Kann effektiv schon von einem neuen Trend gesprochen werden? In der Schweiz ist «Aerower Jumple» aktuell ja noch nicht wirklich bekannt.

Eigentlich ist es kein neuer Trend, sondern vieles mehr. Dies ist das Fitnessgerät der Zukunft. Immer mehr Menschen achten auf ihre Gesundheit, möchte fit sein und dabei spielt Sport eine äusserst grosse Rolle. Langsam wird den Menschen klar, dass Sport alleine nicht genug ist, man muss auch darauf achten, Sportverletzungen zu vermeiden. Seit ich meine Trainings mit den Rebound Schuhen mache, ist auch eine alte Knieverletzung kein Hindernis mehr. Ich trainiere und jogge nur noch mit diesen Schuhen.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Marcel Baumgartner

Marcel Baumgartner (*1979) ist Co-Chefredaktor von «Die Ostschweiz» sowie Verlagsleiter der Ostschweizer Medien AG. Das Medienunternehmen hat seinen Sitz in St.Gallen.

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