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Gastbeitrag

Ein Nachruf auf das Händeschütteln

Nach über einem Jahr (a)sozialer Distanzierung wieder ein herzliches Händeschütteln erleben. Wissen Sie noch, wie sich das anfühlt? – Ein Gastbeitrag von Rolf Bolt.

Rolf Bolt am 10. Mai 2021

Früher, also noch vor Corona, begrüssten wir uns doch alle zusätzlich zum verbalen Gruss mit einem mehr oder weniger kräftigen Händeschütteln. Erinnern Sie sich noch? Ist schon eine gefühlte Ewigkeit her. Es war das offene, ehrliche Ritual mit Blick in die Augen bei Begegnung und Abschied. Den Handschlag zu verweigern, wurde als unhöflich oder gar unanständig empfunden. «Danke» sagen, ohne die Hand zu geben, ging überhaupt gar nicht. Das Gleiche bei einer ehrlich gemeinten Entschuldigung. Die Hand reichen zum Frieden schliessen.

In Graubünden ist der Handschlag im Gewerbe auch bei Vertragsabschlüssen noch durchaus üblich. «Was wir mündlich abgemacht haben, gilt.» Jedenfalls bis vor Corona noch. Ein Zeichen des grundsätzlichen Vertrauens zueinander, auch zu viel früheren Zeiten schon. «Sieh her, ich habe keine Waffe in der Hand.»

Der bevormundende Befehl aus Bern zur (a)sozialen Distanzierung hat uns nicht nur physisch, sondern auch menschlich voneinander entfernt. Das einstige Zeichen des Vertrauens und der Verbundenheit wurde entartet in Angst und Abneigung, andere Menschen zu berühren. Und erst noch an der Hand, die ja was weiss ich was berührt gehabt haben könnte. Vielleicht, eventuell. Aus einer verbindenden, unschuldigen Geste von Mensch zu Mensch ist ein Zeichen des Misstrauens geworden. Unfassbar! Empathie-Niveau: tief unterirdisch. Einfach krank.

Wie war das gerade noch mit der «Menschheit als Krone der Schöpfung»? Jede Ameisenpopulation ist uns Welten voraus.

Was passiert denn energetisch bei der Berührung der Hände zweier Menschen? Das ist wichtig zu verstehen. Vielleicht haben Sie schon von den Reflexzonen gehört. Sie finden sich in den Ohrmuscheln, an den Füssen und auch an den Händen. Das ganze Organsystem «en miniature» verkabelt an verschiedenen Orten am Körper. Mit der Reflexzonen-Massage beeinflussbar mit kräftigen Händen oder einem Stäbchen. Ganz ähnlich den Akupunktur-Punkten auf den Meridianen (Energie-Leitbahnen), von welchen einige ebenfalls durch die Hände laufen, unter anderem der Herz-Meridian.

Bei einem Handschlag passiert also viel mehr als nur die gegenseitige Berührung und das Drücken der Hände. Es findet ein Energieaustausch statt. Auch die Aura der sich begegnenden Menschen trifft sich und tritt in Kommunikation. In einer Distanz von 1,5 Metern bleibt dies alles aus. Es findet energetisch keine Begegnung statt.

Bei einem kürzlichen Treffen begrüssten wir uns – einander noch nicht bekannte Menschen – mit Händeschütteln. Eine sehr schöne Erfahrung, trotz oder gerade wegen der amtlich verordneten Distanzvorschriften. Und – Schreck lass nach! – wir leben alle noch. Nicht schlechter als vorher. Wie kann das nur sein? Die Task Force des Bundesrates wird in Panik ausbrechen und heftig schnappatmend einen sofortigen, jahrelangen Total-Lockdown aller menschlichen Aktivitäten verlangen. Nicht mal Stuhlgang geht mehr. Durchfall nur noch verbal und digital. Das Ende naht!

Was ist aber wirklich passiert? Sofort stellte sich eine vertraute, offene und kommunikationsfreundliche Stimmung her. Beim Abschied erneuerte und verstärkte sich diese Verbundenheit mit dem guten Willen, einander zu unterstützen und mit der Vorfreude auf ein Wiedersehen. Ein schönes Gefühl blieb zurück.

Wann haben Sie das zum letzten Mal erlebt?

Und welcher Vollpfosten masst sich eigentlich an, uns das zu verbieten?! Müssen wir uns wirklich behandeln lassen wie kleine, unartige Kinder? Was da abgeht, ist Bevormundung.

Fast noch schlimmer finde ich aber, dass wir uns einst vertrauensvolle Verhaltensweisen einfach so widerspruchsfrei abgewöhnen lassen. Von heute auf morgen. Und nicht nur das, wir lassen es sogar zu, menschliche Berührung als eklig und potentiell mit Ungeziefer ansteckend zu empfinden. Wie überaus empathisch!

Seit vielen Monaten lassen wir uns massenweise und wiederholt auf behördliche Anordnung, teils schon mehrfach pro Woche, in der Nase bohren und nahe am Hirn kratzen. Mit gefährlichen Folgen. Mit was für Chemikalien die Teststäbchen behandelt sind, wissen wir nicht beziehungsweise interessiert uns nicht einmal.

Wir lassen uns auch zwingen, eine Bakterienwindel ums Gesicht zu schnallen, um anderen Menschen zu signalisieren, dass wir sie nicht anstecken wollen mit einem Virus – das wir gar nicht haben, weil wir kerngesund sind. Nicht mal vor unseren Kindern macht dieser Irrsinn Halt. Wo bleibt der Widerstand gegen diesen Missbrauch? Und wo die Kinderschutzbehörde (KESB)? Oder schlicht der gesunde Menschenverstand?

Sich «am Ar*** kratzen» müssen – mindestens zwei Mal pro Stunde wäre auch noch so eine sinnfreie Massnahme. Oder flächendeckendes «Beamten-Mikado», das beliebte Lockdown-Spiel in Amtsstuben. Wer sich zuerst bewegt, hat verloren.

Würden wir auch alle untenrum eine Windel tragen, wenn die Regierung uns damit vor möglicherweise virenbefallenen Fremdfurz-Aerosolen schützen wollte? Ich befürchte schon.

Sie lachen – und wollen sich aber eine Gen-Sauce spritzen lassen, von der wir alle keine Ahnung haben, was sie alles in Ihrem Körper kaputt macht? Contergan lässt nett grüssen.

Der übermächtige und verständliche Wunsch, wieder am sozialen Leben teilnehmen zu dürfen, nimmt sogar schon solche vom Irrsinn umzingelten Formen an, Gesunde - pardon asymptomatisch Kranke - mehr oder weniger dauerhaft auszuschliessen und von garantierten Grundrechten zu befreien. Geimpft, genesen und negativ getestet ist das neue Gesund.

Vermutlich werden wir uns in absehbarer Zeit auch noch chippen lassen, damit ein bisschen Freiheit gewährt werden kann. Klaus Schwab vom WEF hat vor fünf Jahren schon prophezeit, dass wir spätestens ab 2026 mit einem implantierten Computerchip herumlaufen werden. Wirklich?

Haben wir eigentlich noch alle Latten am Zaun? Wie blöd wollen wir uns denn noch machen lassen? Haben wir wirklich vergessen, wer in diesem Land laut Verfassung der Chef ist? Bundesrat und Kantonsregierungen gebärden sich schon wie zu früheren Zeiten die Habsburger. Was genau hatten unsere Vorfahren mit denen gemacht? Nun, sie sind jedenfalls nicht mehr da, sonst wäre die Schweiz heute womöglich eine liechtensteinische Vogtei.

Ich will damit ausdrücklich nicht zu Gewalt aufrufen. Vielleicht nehmen wir uns aber mal ein Vorbild an den Beamten – und spielen für ein paar Wochen deren Beamten-Mikado mit. Indem wir all die unsinnigen Verbote und Pflichten ruhen lassen. Mal schauen, wer sich zuerst bewegt....

Bitte erinnern Sie sich daran, wenn Sie am 13. Juni über das Covid-19-Gesetz und das Polizei-Ermächtigungs-Gesetz (PMT) abstimmen.

Ich für meinen Teil bleibe gerne bei Mit-Menschlichkeit und Empathie. Handschlag drauf.

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Laveba 03/2022

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Rolf Bolt

Rolf Bolt (1960) ist Krisen-/ Veränderungsbegleiter, Impulsgeber und Fachmann im Bereich Arbeitsintegration. Er lebt in Paspels (GR)

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