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Festival der Worte

Eine gehörige Prise Rap auf dem Säntis

In zwei Wochen geht die «Kolumination», das Treffen der besten Kolumnisten und Slammer der Schweiz, Deutschlands und Österreichs, auf dem Säntis über die Bühne. Eine Slammerin und zwei Slammer spielen dabei eine ganz besondere Rolle.

Eingesandte Mitteilung am 13. Oktober 2021

Jugendlich, frech, sprachgewaltig: Die Slammer sind die Rapper unter den Wortakrobaten. Die Kolumination 2021 setzt wie schon bei der Premiere 2019 ergänzend zur Kolumne auf den Slam, diese poetisch verdichtete, gesprochene Form der Meinungsäusserung. Das Gipfeltreffen auf dem Säntis wird damit zum generationenübergreifenden Dreiländermeeting der Sprachartisten. Mit dabei sind die Slammerin Mieze Medusa und die beiden Slammer Gregor Stäheli und Marvin Suckut. Sie stellen am 22. Oktober ihre Texte zum Veranstaltungsthema «Leistung» vor, am 23. Oktober folgen dann ihre über Nacht kreierten Texte zu einem frisch ausgelosten Thema.

Medusa, Stäheli und Suckut: Diese drei Vertreter Österreichs, der Schweiz und Deutschlands sind vielfach ausgezeichnet und in ihren Ländern jeweils prägend in der Poetry-Slam-Szene. Gemeinsam ist ihnen die Fähigkeit, Lacher zu produzieren und zum Denken anzuregen.

Stäheli: mit Senf

Beim Basler Gregor Stäheli deutete in der Schule wenig auf eine Karriere als Poetry-Slammer hin: Er gab zwar zu allem seinen Senf dazu, war aber lesefaul und poesiefremd. Der 1990 Geborene rutschte 19-jährig zufällig in die Slam-Szene hinein, meldete er sich doch zu einem schulischen Workshop an, um dem Sportunterricht zu entgehen. Im Workshop lernte er dann, seinen Humor mit sprachlicher Qualität zu verbinden. Seit 2009 steht er auf den Poetry-Slam-Bühnen im deutschsprachigen Raum und gehört längst zu den wichtigsten und aktivsten Vertretern des Poetry-Slams in der Schweiz. Gregor Stäheli macht Stand-up-Comedy, Kabarett, Sketches und Video-Kolumnen auf sozialen Kanälen. Er ist der Drama-König, der stets einen Grund für emotionale Übertreibung findet.

Suckut: sonst nichts

Marvin Suckut, geboren 1989 in Stuttgart, wurde 2009 zum Senkrechtstarter, als er bei den Baden-Württembergischen U-20-Meisterschaften auf Anhieb alle anderen Poetry-Slammer hinter sich liess. Hunderte Auftritte später steht er nicht nur als Slammer auf der Bühne, sondern organisiert und moderiert von seinem Wohnort Konstanz aus eigene Literaturveranstaltungen rund um den Bodensee. 2012 folgte seine erste Buchveröffentlichung unter dem Titel: “Ich kann ja sonst nichts”. Regelmässig gibt er Workshops zu Rhetorik, Poetry-Slam, kreativem Schreiben und Performance. Seine Auftritte sind gespickt mit gesellschafskritischen Rundumschlägen, Realsatire und bitterböser Lyrik.

Medusa: im Flow

Mieze Medusa wurde 1975 als Doris Mitterbacher geboren und lebt in Wien. Seit 2002 ist sie Rapperin und Spoken-Word-Performerin. Sie gilt als Pionierin der österreichischen Poetry-Slam-Szene und organisiert und moderiert landesweit Poetry-Slams. Ihre musikalische Ader lebt sie im Hip-Hop-Duo “mieze medusa & tenderboy” aus, realisiert musikalisch-experimentelle Projekte unter anderem für die Wiener Festwochen und für das “ensemble für die neue musik”. Hinzu kommen Theaterarbeiten und der Anfang 2021 erschienene Roman «Du bist dran». In allen ihren Texten ist die Liebe zum Rap spürbar, ihre Sprache ist bildhaft, sprachmächtig, stilistisch souverän und immer im Flow. All das macht sie zum Allround-Genie, wenn es um Sprache und Rhythmus geht.

An der Kolumination werden die aktuell geltenden Covid-Massnahmen umgesetzt. Besucherinnen und Besucher müssen über ein gültiges Covid-Zertifikat verfügen, also entweder geimpft, getestet oder genesen sein (3G-Regel).

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Eingesandte Mitteilung

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Mitteilung eines Unternehmens, Verbands, Organisation oder Institution im Wortlaut.

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