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«Kleine Ausstellung» im Psychiatrischen Zentrum AR

Grenzenloses Spektrum menschlicher Wahrnehmung

Das Psychiatrisches Zentrum AR rückt im Krombachsaal (Herisau) Schöpfungen von Menschen mit belastenden Lebensumständen ins Licht der Öffentlichkeit. Unter dem Titel «Kleine Ausstellung» sind Bilder, Textilarbeiten und Skulpturen zu sehen, die mal berühren, mal irritieren.

Eingesandte Mitteilung am 14. Oktober 2021

Innere und äussere Empfindungen gestalterisch sichtbar zu machen, treibt die Menschheit schon immer zum Erschaffen von dem an, was allgemein als «Kunst» betitelt wird. Zumeist bestaunt man diese Kunst in Museen und Galerien. Am vorletzten Wochenende im Oktober kommt nun als neuer Schauplatz der Krombachsaal auf dem Areal des Psychiatrischen Zentrums AR (PZA) in Herisau hinzu.

Ende der Stigmatisierung

Als die gesamte Anlage 1908 gebaut wurde, geschah dies noch unter dem Namen «Appenzell- Ausserrhodische Heil- und Pflegeanstalt». Diese war für die Unterbringung und Pflege von Menschen gedacht, die damals gemeinhin als «Geisteskranke» oder «Irre» bezeichnet wurden.

Doch in Herisau wollte man solche Stigmatisierung beenden. Man setzte auf mehr Verständnis für die Betroffenen, mehr Wertschätzung und Respekt. Diese Haltung sollte auch in Architektur der Anlage mit Dorfcharakter und gemeinschaftlich genutzten Gebäuden, wie dem «Krombachsaal», dem Veranstaltungsort der «Kleinen Ausstellung», zum Tragen kommen.

Sichtbarmachung von Gefühlen

Die «Kleine Ausstellung» reiht sich in diese Tradition von Wertschätzung und Respekt gegenüber Menschen mit belastenden Lebenssituationen ein. In den von den Ausstellenden erschaffenen Arbeiten – Bildern, Textilarbeiten oder Skulpturen – geht es deswegen auch nicht um Fragen nach Anders-Sein und Krankheit. Sondern es geht darum, wie verschiedene, künstlerisch tätige Persönlichkeiten durch ihre Schöpfungen Gefühle loslassen, die sie bedrücken oder Empfindungen sichtbar machen, die Freude bereiten.

Gelegentlich erkennt der Betrachtende auch einfach das Vergnügen des Machers oder der Macherin, Materialien auszuprobieren und sich selbst und die Dinge, die einen beschäftigen, für einen Moment vergessen zu können.

Stiller Dialog

Eine Besonderheit der gezeigten Arbeiten ist daher auch diese: Keines der auf Sockeln platzierten Artefakte legt es darauf an, den Ausstellungsgast zu beeindrucken oder zu belehren. Denn keines davon ist für das Auge der grossen Öffentlichkeit gemacht oder erhebt für sich den Anspruch, «Kunst» zu sein. Darin liegt der Unterschied, zwischen der «Kleinen Ausstellung» und den Präsentationen in den meisten Museen.

Bei dem, was den Besucherinnen und Besuchern in Herisau vorgestellt wird, geht es nicht um den Atem raubende Kunstmonumente. Hier geht es um leise Töne und feine Nuancen. Genauer noch: Es geht um den stillen Dialog zwischen der kreativen Arbeit und der Person, die diese hervorbringt... und um das, was während des Hervorbringens mit ihm oder ihr geschieht.

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Vernissage:

Krombachsaal, Donnerstag, 21. Oktober, 18 bis 20 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:

Freitag, 22. Oktober, 16 bis 20 Uhr

Samstag und Sonntag, 23.  und 24. Oktober, 12 bis 16 Uhr

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Eingesandte Mitteilung

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Mitteilung eines Unternehmens, Verbands, Organisation oder Institution im Wortlaut.

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