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Mobile Impfequipe

Impfungen in Betrieben: Der Thurgau legt am 1. Juli los

 Seit dem 11. Mai 2021 werden im Kanton Thurgau an alle Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren Impftermine vergeben. Zudem beginnt die mobile Impfequipe des Kantons am 1. Juni 2021 mit dem Impfen in Unternehmen. 

Die Ostschweiz am 18. Mai 2021

Ebenfalls per 1. Juni wird das kantonale Impfzentrum Weinfelden auf eine Kapazität von 14 Spuren ausgebaut. «Damit ist der Kanton gewappnet für die zu erwartenden höheren Impfstoff-Lieferungen und kann das am 22. Mai letztmals im Einsatz stehende Impfschiff nahtlos ersetzen», heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Ab dem 1. Juni 2021 wird die Impfstrategie des Kantons Thurgau um ein weiteres Element erweitert. Nach den Impfungen in Pflegeheimen und sozialen Institutionen, in Impfzentren und Hausarztpraxen sind ab dem 1. Juni auch Impfungen in Betrieben möglich. Voraussetzung dafür ist eine Mindestanzahl von 50 Personen, die sich impfen lassen. Bei mindestens 25 Personen muss es sich um Angestellte der Firma handeln, inklusive Grenzgänger und ausserkantonal Wohnhafte. Um die Mindestzahl von 50 Personen zu erreichen, dürfen zusätzlich im Thurgau wohnhafte Angehörige von Angestellten berücksichtigt werden. Als weitere Option können sich mehrere Firmen für die Impfung an einem Standort zusammenschliessen. Die Anträge sind mithilfe eines Online-Formulars, das morgen Mittwoch auf www.tg.ch/impfen aufgeschaltet wird, an das kantonale Amt für Gesundheit zu stellen. Mit dem betrieblichen Impfen erweitern sich die Möglichkeiten, sich dezentral impfen zu lassen.

Impfschiff geht dem Ende zu

Abgeschlossen ist dafür bald die Zeit der Impfungen auf der MS Thurgau. Ende Woche wird das «beliebte Impfschiff», wie es heisst, seiner eigentlichen Bestimmung als Kursschiff zurückgegeben. Was am 2. Februar 2021 mit der Eröffnung durch Bundesrat Alain Berset begann, endet am 22. Mai mit der letzten Impfung in Arbon. Insgesamt werden bis dann rund 5900 Personen in den drei Anlegeorten Romanshorn, Kreuzlingen und Arbon wohnortsnah zweimal geimpft worden sein.

Die zwei Impfspuren auf dem Impfschiff werden nun durch den Ausbau des Impfzentrums Weinfelden per 1. Juni 2021 kompensiert. Dieses wurde darauf ausgelegt, flexibel auf die zur Verfügung stehenden Impfstoffmengen reagieren zu können. Derzeit liegt die Kapazität bei zehn Impfspuren, offen sind aktuell sechs. Um für die erwarteten grösseren Impfstofflieferungen gewappnet zu sein, wird die theoretische Kapazität per 1. Juni auf 14 Impfspuren erhöht. Damit kann – sofern genügend Impfstoff geliefert wird – die breite Bevölkerung noch rascher geimpft werden. Auf ein angedachtes zusätzliches Impfzentrum im Oberthurgau (Amriswil) wird aufgrund der gelieferten Impfstoffdosen, der flexiblen Kapazitäten in Weinfelden und der neu geschaffenen Option der Firmen-Impfungen vorläufig verzichtet.

Reihenfolge der Terminvergabe

Auch bei den impfberechtigten Personen wurde ein Meilenstein erreicht: Nachdem lange nur Angehörige von Risikogruppen Anrecht auf eine Impfung hatten, sind die Anmeldetermine seit dem 11. Mai für alle Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren offen. Es gilt die Reihenfolge der Anmeldung. Allerdings geniessen Angehörige der Risikogruppen 1 bis 4 gemäss der Reihenfolge des Bundesamtes für Gesundheit weiterhin Priorität. Es braucht deshalb für Angemeldete ohne spezielle Voraussetzungen weiterhin Geduld. Derzeit sind Personen der Zielgruppe 5 an der Reihe, die sich bis Mitte März angemeldet haben.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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