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Rückblick

«Innerhalb von 15 Minuten wurde alles vernichtet»

Der Schweizerische Bauernpräsident Markus Ritter hatte dieses Jahr einen herben Rückschlag zu verdauen. Was ihn ins Staunen brachte und welche Ziele er sich für nächstes Jahr setzt, erklärt er in seinem persönlichen Jahresrückblick.

Manuela Müller am 30. Dezember 2021

Ganz grundsätzlich: Unter welchen Stichworten würden Sie das Jahr 2021 für sich verbuchen?

Corona, Agrarinitiativen, Wetter

Gab es für Sie einen besonderen Meilenstein, etwas das Sie besonders geprägt oder verändert hat?

Am 13. Juni wurden die beiden extremen Agrarinitiativen mit über 60% Nein Stimmen vom Schweizer Volk abgelehnt.

Welchen Tag würden Sie am liebsten komplett streichen?

Den 24. Juli, mit einem Hagelschlag, in einer Stärke, an die ich mich nicht erinnern kann. Der Hagelschlag vernichtete in 15 Minuten unsere gesamte Obsternte.

Gibt es etwas, wofür Sie sich gerne entschuldigen würden?

Manchmal hätte ich gerne etwas mehr Zeit für meine Familie. Sie brauchen immer wieder viel Geduld mit mir.

Und auf was sind Sie besonders stolz?

Auf die grosse Stimmbeteiligung am 13. Juni und das Zusammenstehen der ganzen Schweizer Landwirtschaft bei Abstimmung zu den Agrarinitiativen.

Was hat Sie traurig gemacht?

Es war sicher der grosse Hagelschlag, der mich am meisten bewegte. Der Schaden liess einem traurig zurück.

Und was so richtig wütend?

Es war die Agrarlobby stoppen Kampagne des WWF, mit der während 10 Monaten gezielt der Schweizer Bauernverband und seine Exponenten diskreditiert wurden. Es ging nicht mehr um die Sache. Dies war sehr unschweizerisch.

Haben Sie sich konkrete Ziele für 2022 gesetzt?

Gesund zu bleiben und mehr Zeit für meine Familie zu haben.

Was sollte im nächsten Jahr allgemein besser werden?

Die Belastung unserer Gesellschaft durch die Corona Pandemie.

Und was darf so bleiben, wie es ist?

Unsere schöne Schweiz mit ihren grossen Errungenschaften.

Wem würden Sie 2022 gerne begegnen?

Vielen guten Freunden.

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Laveba 03/2022

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Manuela Müller

Manuela Müller (*1994) aus Marbach war bis Ende März 2022 als Redaktorin für «Die Ostschweiz» tätig.

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