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Volleyball

Jetzt reduziert es sich auf ein «Best of three»

Die knappe Heimniederlage vom vergangenen Samstag und der klare Auswärtssieg vom Donnerstag führen dazu, dass die Playoff-Finalserie zwischen Lindaren Volley Amriswil und Chênois in minimal zwei, maximal drei weiteren Partien entschieden wird.

Die Ostschweiz am 10. April 2021

Text: Bernhard Windler / Bild: Olivier Zeller

Wer sich die beiden Partien genau angeschaut hat, kann schlussfolgern: In Partie 1 wurde Amriswil taktisch ziemlich überrascht. Man vertraute darauf, das stärkere Team zu sein und deshalb dem Gegner das Spiel aufzwingen zu können. Für die Begegnung in Genf hatte Coach Marko Klok zwar wieder das gleiche Septett aufs Spielfeld beordert wie fünf Tage zuvor, doch hatten Quentin Zeller und Björn Höhne die Positionen getauscht. Das Team lief so auf, wie es fast die ganze Saison gespielt hatte. Dazu liess der Coach seine Spieler viel risikoreicher aufschlagen.

Daraus resultierten zwar viel mehr Aufschlagfehler als in Spiel 1, doch die erfolgreichen Aufschläge waren für den Gegner weitaus gefährlicher. Das führte dazu, dass die Genfer Zuspieler den in Amriswil so erfolgreichen Mitteangreifer Dejan Radic viel seltener mit schnellen Pässen einsetzen konnten. Dazu wurde in der gegnerischen Annahme weniger oft der vermeintlich schwächste Annahmespieler Jakub Urbanowicz gesucht, sondern der ex-Amriswiler Jovan Djokic. Es zeigte sich, dass dieser immer dann im Angriff schwächelte, wenn er die Aufschläge annehmen musste. So sank seine Angriffsquote von 53 % erfolgreicher Angriffe in Spiel 1 auf magere 18 %.

Genug der Taktik! Während im ersten Spiel zu viele Amriswiler Spieler nicht ihre beste Leistung abrufen konnten, spielten in Genf alle auf ansprechendem Niveau. Captain Thomas Zass begann zwar nervös und fehlerhaft, doch legte er in der Folge eine Steigerung hin, die ihm letztendlich den Titel des besten Spielers einbrachte. Ein sehr gutes Spiel machten Radiša Stevanovic und Björn Höhne, auch Georg Escher und Quentin Zeller vermochten zu überzeugen. Zuspieler Dima Filippov stellte in Spiel 2 seinen Antipoden Robin Rey klar in den Schatten.

Für die Partie vom Samstag sind weitere taktische Varianten der beiden Trainer zu erwarten. Es wird sich zeigen, wer dabei das bessere Händchen hat.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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