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Kontrolle

Missstände in Ausserrhoder Restaurant – sofortige Schliessung

Im Rahmen einer Routinekontrolle stiess die Lebensmittelkontrolle auf gravierende Hygienemängel. Wegen weiterer Auffälligkeiten wurde das Arbeitsinspektorat und die Zollfahndung beigezogen. Aufgrund der hygienischen und arbeitsrechtlichen Missstände wurde die sofortige Betriebsschliessung verfügt.

Die Ostschweiz am 20. Juli 2021

In den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Schaffhausen überwacht das interkantonale Labor (IKL) die Lebensmittelbetriebe auf Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Hygienebestimmungen. Am Donnerstag, 15. Juli 2021, führte das IKL eine routinemässige Kontrolle in einem Gastronomiebetrieb in Appenzell Ausserrhoden durch. Dabei stiess sie auf zahlreiche verdorbene, überlagerte und verschimmelte Lebensmittel, die zudem bei zu hohen Temperaturen aufbewahrt wurden. Da eine Gesundheitsgefährdung für die Konsumentinnen und Konsumenten nicht ausgeschlossen werden konnte, mussten die Kontrolleure eine sofortige Betriebsschliessung anordnen.

Neben den erwähnten hygienischen Missständen stellte das IKL eine grosse Unordnung, zahlreiche Reinigungsmängel und auch täuschende Angaben über die Herkunft von Lebensmitteln fest. Für die importierten Lebensmittel konnten weder Lieferscheine noch Zollpapiere vorgelegt werden. Im Rahmen dieser Kontrolle wurde das Arbeitsinspektorat zur Kontrolle der ausländerrechtlichen Arbeitsbewilligungen beigezogen.

Dabei wurde eine Arbeitnehmerin aus einem Drittstaat angetroffen, welche bereits seit einer Woche im Betrieb einer Tätigkeit nachging, ohne die nötigen Bewilligungen vorweisen zu können. Bei der illegal anwesenden Person wurde durch das Amt für Inneres die Ausschaffungshaft und eine Einreisesperre verfügt. Der fehlbare Gastwirt wird wegen Verstosses gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Weitere anwesende Mitarbeiter und Personen wurden überprüft.

Dem fehlbaren Betrieb wurde Zeit zur Behebung der Mängel eingeräumt. Er darf erst nach einer vorgängigen Nachkontrolle und einwandfreiem Befund durch das IKL wieder Gäste bewirten.

In Appenzell Ausserrhoden unterstehen über 800 Betriebe der Lebensmittelkontrolle. Die Inspektionen erfolgen unangemeldet und nach einem risikobasierten System. Die Herstellung von mikrobiologisch sensiblen Produkten wie etwa Fleisch und Käse, die Abgabe an immungeschwächte Personen (Spitäler oder Altersheime) oder unbefriedigende Kontrollergebnisse führen zu einem erhöhten Kontrollrhythmus.

Das betroffene Restaurant wird somit auch in Zukunft mit engmaschigen und stets unangemeldeten Kontrollen rechnen müssen. Das Schliessen eines Betriebes erfolgt, wenn eine direkte Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann und kommt pro Jahr nur einige wenige Male vor.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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