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Business-Vorwort

Nicht den eigenen Egoismus ins Zentrum zu stellen

Als ich angefragt wurde, ob ich ein Vorwort schreiben würde, habe ich spontan zugesagt, ohne gross zu überlegen, was die Leserschaft interessieren könnte.

Peder Koch am 21. Juni 2021

Keine Angst, ich werde nicht darüber schreiben, was und wer in der COVID-Zeit gut oder schlecht war. Ich möchte vielmehr einige Gedanken weitergeben, die uns meines Erachtens in den vergangenen 14 Monaten aufgezeigt haben, was allenfalls hinterfragt werden könnte.

Warum sehnen sich die Menschen nach Dingen, die man noch bis vor kurzem als normal und somit unwichtig empfand? Viele dieser Wünsche sind Sehnsüchte, die nichts mit materiellem Luxus zu tun haben und nicht mit Geld zu kaufen sind. Es sind alltägliche Sachen wie Freunde zu treffen und zu umarmen, zur Arbeit zu gehen und sich mit den Arbeitskollegen persönlich auszutauschen, zu den Grosseltern zu fahren und vieles mehr.

Die momentanen Umstände haben uns dazu bewegt, zu reflektieren, was es überhaupt braucht, um auch in Zukunft glücklich zu sein. Die Basis ist in den meisten Fällen ein gesichertes Einkommen. Dazu braucht es in guten wie in schlechten Zeiten ein verlässliches politisches System.

Das Schweizer System (direkte Demokratie) hat sich bewährt.

Anders ausgedrückt, die Bevölkerung hat in der Vergangenheit immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Darum ist es wichtig und notwendig, dass die Zeit der Einschränkungen (was aber richtig ist und wichtig war) beendet werden kann.

Ich würde sogar sagen, dass es notwendig ist, dass die Politik zwei Schritte zurück macht und sich auf ihre Rolle als gewissenhaften und korrekten Volksvertreter besinnt. Hiermit meine ich, eine Grundlage zu schaffen, damit sich unser Land erfolgreich weiterentwickeln kann. Das bedeutet auch, mit dem Volksvermögen behutsam umzugehen und für die Interessen der Schweiz und unseres Wohlstandes selbstbewusst einzustehen.

Mit anderen Worten, nicht den eigenen Egoismus ins Zentrum zu stellen und mit abgehobenen und unnötigen Debatten am Volk vorbeizureden. Keine Hindernisse mit unnötigen Gesetzen und Vorschriften zu erfinden, sondern die bestmögliche Basis sicherzustellen, damit wir uns auch in Zukunft frei und glücklich bewegen können. Der Bürger soll also beispielsweise selber entscheiden können, in welchem Spital er sich behandeln lassen will.

Ich darf ein hervorragendes Unternehmen mit vielen tollen Menschen führen. Ich erachte es darum auch als meine Aufgabe und meine Verantwortung alles zu tun, damit die Mitarbeitenden auch in Zukunft einen sicheren und guten Arbeitsplatz haben. Damit dies auch wirklich funktioniert, ist es enorm wichtig, sich laufend zu hinterfragen, welchen Beitrag man persönlich leisten muss.

Ich wünsche Ihnen eine schöne und glückliche Sommerzeit.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Peder Koch

Peder Koch ist CEO/Delegierter des Verwaltungsrates der Berit Klinik AG, Speicher.

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