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Schifffahrt

Positiver Trend – jedoch noch weit entfernt von der Normalität

Die Schweizerische Bodensee-Schifffahrt AG (SBS) zieht in der zweiten Saison nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine vorsichtig optimistische Bilanz.

Die Ostschweiz am 12. Oktober 2021

Die Saison der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt AG (SBS AG) geht am Sonntag, 17. Oktober 2021 zu Ende. Aufgrund von Niedrigwasser muss der Kurs Rorschach-Rheineck am letzten Kurswochenende gestrichen werden. Auch sonst hatte die Schifffahrt in dieser Saison mit vielen äusseren Widrigkeiten zu kämpfen, allen voran mit den sich laufend ändernden Regelungen betreffend der Corona-Pandemie. Dennoch zeigt sich die Geschäftsleitung für die Zukunft vorsichtig optimistisch.

Per Ende Saison 2021 waren mit rund 315’000 Passagieren wieder etwas mehr Personen an Bord der SBS-Schiffe (Kursschiffe und Fähre) anzutreffen als im Jahr 2020. Dies entspricht einem Plus von rund 20 % oder 55'000 Passagieren gegenüber dem Vorjahr jedoch noch immer einem massiven Minus von 46 % gegenüber dem 5-Jahresschnitt. Der Passagierzuwachs resultiert ausschliesslich aus dem Ausflugsverkehr. Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen beförderte per 12. Oktober 2021 mit 125'000 Passagieren gleich viele Personen wie im Vorjahr. Insbesondere die sich laufend ändernden Einreisebestimmungen zwischen Deutschland und der Schweiz sowie die abgesagten Messen in Friedrichshafen verhinderten, dass die Passagierzahlen auf das gewohnte Niveau zurückkehrten.

Flexibilität als Voraussetzung

Auch für das Personal stellte die ausklingende Saison eine grosse Herausforderung dar. Nach Ende des zweiten Lockdowns im April 2021 wurden die Corona-Regeln praktisch monatlich angepasst. Die neuen Verordnungen mussten oft erst durch die entsprechenden Branchenverbände für Schifffahrt, Gastronomie und Events präzisiert werden, so dass die erstellten Schutzkonzepte laufend angepasst oder neu verfasst werden mussten. «Ein grosser Aufwand in der Konzeption und in der Kommunikation gegenüber den Mitarbeitenden und Kunden», sagt Andrea Ruf, CEO der SBS AG.

«Ein grosses Dankeschön geht an die treue Kundschaft, welche uns in dieser schwierigen Saison berücksichtigt hat. Auch den Mitarbeitenden und meinem Management-Team bin ich äusserst dankbar, dass Sie ausserordentlich flexibel agierten und den Gast trotz der vielen Auflagen ins Zentrum ihrer Arbeit stellten.»

Schwieriges Charterjahr

«Auch unser Chartergeschäft nimmt langsam wieder Fahrt auf, liegt aber weiterhin rund die Hälfte hinter dem 5-Jahresschnitt», sagt Markus Wilda, Marketing- und Verkaufsleiter des Unternehmens. «Seit Einführung der 3G-Regelung haben die Veranstalter wieder Planungssicherheit, was im Chartergeschäft entscheidend ist.» Ab dem 11. November 2021 plant die SBS wiederum den Winterzauber auf der Hafenplattform in Romanshorn. Dieser Outdoor-Event ist im Jahr 2020 sehr gut angelaufen, bevor der zweite Lockdown dem Konzept ein jähes Ende setzte. Am Winterzauber können sich Gäste mit und ohne Covid-Zertifikat bei Glühwein, Snacks und Eisstockschiessen vergnügen.

Das Geschäft läuft auch im Winter weiter

Auch wenn die Linie Rorschach-Rheineck aufgrund von Niedrigwasser am 16. und 17. Oktober 2021 gestrichen werden muss, sind die Kursschiffe das kommende Wochenende ein letztes Mal nach Lindau und Meersburg unterwegs. Die Fähre von Romanshorn nach Friedrichshafen ist das ganze Jahr im Betrieb und kann auch über die Wintermonate für einen Ausflug nach Friedrichshafen oder als entspannende Rundfahrt genutzt werden. Auch die Themenschiffe, wie das Wildschiff, der Sonntagsbruch oder die Fondue-/Raclette-Fahrten werden in den Herbst- und Wintermonaten regelmässig angeboten.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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