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Prost!

Schützengarten steigert den Bierabsatz

Die Brauerei Schützengarten hat im Braujahr 2021/22 wieder deutlich mehr Bier verkaufen können als in der Vorjahresperiode. Der Absatz war in den beiden Vorjahren Covid-bedingt gesunken.

Die Ostschweiz am 23. November 2022

Die Schweizer Braubranche hat sich im Braujahr 2021/22, das Ende September abgeschlossen wurde, teilweise von den Folgen der Covid-19-Pandemie erholt: Nach deutlichen Verlusten in den beiden Vorjahren stiegen die Bierverkäufe in der Schweiz um 6,2 Prozent.

Die Brauerei Schützengarten bewegte sich deutlich über dem landesweiten Trend, dies nachdem im abgelaufenen Braujahr die für Schützengarten so wichtige Gastronomie nicht mehr von Schliessungen betroffen war. Der Zuwachs bei den Schützengarten-Bieren betrug über 30 Prozent, erreichte damit aber noch nicht ganz das Niveau von 2018/19. «Im Laufe dieses Jahres ist der Biermarkt auf den Weg der Normalität zurückgekehrt. So konnten wir nach den Verlusten in den Corona-Jahren wieder kräftig aufholen», sagt Reto Preisig, Vorsitzender der Schützengarten-Geschäftsleitung.

Weitere Investitionen in die Nachhaltigkeit

Während der Schweizer Markt bei den alkoholfreien Bieren mit über 20 Prozent zulegen konnte, waren es bei der Brauerei Schützengarten über 50 Prozent. Dem Unternehmen gelang es in den letzten Jahren, mit erfolgreichen Produkteinführungen den Geschmack von Bierliebhaberinnen und Bierliebhabern sowie den Zeitgeist zu treffen. Unter dem Strich hat die älteste Brauerei der Schweiz ihren gesamten Getränkeabsatz inklusive der Handelsprodukte gegenüber dem schwachen Vorjahr um 35 Prozent gesteigert. Für die nahe Zukunft geht das Unternehmen von einer erneut guten Absatzentwicklung im Detailhandel und in der Gastronomie aus, zumal man nicht mehr mit Restriktionen in der Gastronomie rechnet wie noch in den Monaten Dezember 2021 bis Februar 2022.

Steigende Preise bei Rohstoffen, Energie und Logistik beschäftigen jedoch auch Schützengarten. Allerdings hat die Brauerei weitreichende Vorsorge getroffen, um über längere Dauer eine Produktions- und Versorgungssicherheit gewährleisten zu können. Seit 1895 produziert das Unternehmen seinen Strom im eigenen Wasserkraftwerk an der Sitter.

Zudem verfügt es über eine der grössten Photovoltaikanlagen der Stadt St. Gallen. «Wir produzieren rund doppelt so viel Strom, wie wir in unserer Produktion benötigen, und leisten damit einen wertvollen Beitrag für die Versorgungssicherheit», sagt Preisig. Mit dem Überschuss deckt Schützengarten den durchschnittlichen Energiebedarf von mehr als 400 Haushalten. Zudem plant die Brauerei, ihre bestehenden Photovoltaik-Flächen im kommenden Jahr zu verdreifachen.

Bewährtes fortführen, Innovatives vorantreiben

In Sachen Nachhaltigkeit zeigte sich Schützengarten schon immer ideenreich und vielfältig. Die allgemeine Knappheit von Kohlensäure macht dem Unternehmen keine Sorge. Grund ist eine Kohlensäure-Rückgewinnungsanlage, welche die Brauerei völlig autark macht. Zudem zupft sie den eigenen Hopfen nicht nur bei ihren Hopfenbauern in Stammheim ZH, sondern vielleicht schon bald auf dem nahe gelegenen Areal Bach. In einem Pilotprojekt wurden dort Hopfenranken angepflanzt. Ziel ist es, zum Artenschutz beizutragen und den selbst angebauten Rohstoff eines Tages zu einer Schüga-Bier-Spezialität zu verarbeiten.

Die Biere der Brauerei Schützengarten erhielten auch im vergangenen Braujahr internationale Anerkennung. Bei der Verleihung des Meininger’s International Craft Beer Award durfte das Unternehmen den Preis «Craft Brauer des Jahres international» entgegennehmen. Der Weizen-Eisbock wurde bei den World Beer Awards in London zum weltbesten Weizenbier gekürt und hat sich damit eine der begehrtesten Medaillen der gesamten Bierwelt geholt. Auch im bereits laufenden Braujahr will Preisig an die guten Leistungen anknüpfen. «In diesen fordernden Zeiten werden wir unser Geschäft mit ruhiger Hand weiterentwickeln, wobei wir sowohl Bewährtes fortführen als auch Innovatives vorantreiben werden.»

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