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Qualität statt Quantität

Sechs Tipps für das perfekte Urlaubsfoto

Das ganze Jahr fiebern wir unserem Urlaub entgegen. Damit die schönen Stunden auch Zuhause noch einmal richtig aufgelebt werden können, darf natürlich die Kamera nicht fehlen. Doch worauf muss man achten, damit das perfekte Urlaubsfoto gelingt? Wir verraten es Ihnen.

Manuela Bruhin am 06. Juni 2021

Gerade in Zeiten von Instagram und Co stehen Urlaubsfotos so hoch im Kurs wie nie. Früher wurde kurzerhand eine Postkarte geschickt: «Das Wetter ist super, das Essen lecker, wir geniessen es. Liebe Grüsse.» - So in etwa lautete die knappe Botschaft an Zuhause. Vorne abgebildet war meist eine Fotografie des jeweiligen Urlaubsorts. Spätestens seit den stetig verbesserten Handykameras reicht eine simple Postkarte aber bei weitem nicht mehr aus. In regelmässigen Abständen soll der Account bei den Sozialen Medien gefüttert werden, und auch die Oma und Opa freuen sich über herzige Schnappschüsse der Enkel, die ganze Burgen aus Sand bauen. Doch auf was muss man achten, damit die Aufnahmen nicht verwackelt sind und uns sprichwörtlich ins rechte Licht rücken?

Der frühe Vogel...

Es lohnt sich, für ein besonders schönes Urlaubsfoto frühzeitig das Bett zu verlassen. Denn morgens oder abends ist das Licht «weicher» als tagsüber – und es lässt das Gesicht und auch die Umgebung richtig erstrahlen. Ein weiterer Vorteil: Die Kamera kann dann tagsüber getrost im Hotel bleiben – schliesslich hat man die schönsten Schnappschüsse bereits eingefangen.

Den Massstab setzen

Ein riesiger Felsen, ein kleiner Gecko – wie schön, solche Sachen später Zuhause noch einmal ganz in Ruhe ansehen zu können. Damit die Grössenverhältnisse aber überhaupt auf einem Foto zur Geltung kommen, empfiehlt es sich, einen Vergleich abzulichten. Stehen Sie also beispielsweise neben dem Felsen, um seine Grösse zu demonstrieren. Oder legen Sie eine Münze neben den Gecko, um nachzuempfinden, wie klein er in Wirklichkeit war.

Die Sichtweise wechseln

Manchmal lohnt es sich, aus dem Trott auszubrechen – auch für ein Foto. Wechseln Sie dafür die Perspektive. Klettern Sie auf eine Bank, fotografieren Sie den Eifelturm aus einem anderen Blickwinkel oder knien Sie sich hin. Seien Sie kreativ, so werden auch Ihre Fotos aussergewöhnlich.

Fotografie leben

Sie befinden sich auf einer Safari in Namibia oder beobachten Tiere im Regenwald. Vergessen Sie dabei nicht, auch die einheimischen Menschen zu fotografieren. Fragen Sie höflich, ob Sie ein Foto von ihnen machen dürfen. So fangen Sie die Kultur eines Landes erst richtig ein und erhalten ein landestypisches Bild.

Clevere Automatik

Falls Sie eine Kamera mit ISO Automatik besitzen – nutzen Sie diese. Gerade für Hobbyfotografen ist es gar nicht so einfach, die Filmempfindlichkeit stets selber einzustellen. Und manchmal muss es eben doch schnell gehen.

Qualität statt Quantität

Sie beobachten aus einem Schiff Delfine, sehen Ihre Kinder, wie sie hochkonzentriert eine Sandburg bauen oder die ersten Schwimmversuche unternehmen. Ständig versuchen Sie, alles mit der Kamera festzuhalten. Dabei geht völlig vergessen, den Moment zu geniessen. Versuchen Sie also, gleich zu Beginn einige schöne Aufnahmen zu machen. Und wenn Sie besagten Delfin oder Sandkuchen dann abgelichtet haben – legen Sie die Kamera zur Seite und geniessen einfach. Es wäre doch schade, das langersehnte Konzert nur durch die Kameralinse mitzuerleben. Denn die wichtigsten Erinnerungen sind und bleiben auch so in unserem Kopf.

Ferien
Stölzle /  Brányik
Autor/in
Manuela Bruhin

Manuela Bruhin (*1984) aus Waldkirch ist Redaktorin von «Die Ostschweiz».

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