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Kompass Arbeitsintegration

Sechsmal mehr integriert

Die Vermittlungsquote wiederspiegelt den aktuellen Gang der Wirtschaft: Kompass Arbeitsintegration verzeichnete im zweiten Quartal 2022 eine Integrationsquote von 46 Prozent.

Roman Salzmann am 22. November 2022

Während dem Programmbesuch bei Kompass erhielten sechsmal mehr Personen eine Festanstellung als in den drei folgenden Monaten.

Personen auf Stellensuche arbeiten im Normalfall drei Monate bei Kompass. In dieser Zeit werden sie auch bei der Stellensuche intensiv unterstützt. Die Auswertung des Thurgauer Amts für Wirtschaft zeigt, dass der Vermittlungserfolg in dieser Zeit bedeutend höher ist als nachher, wenn die Stellensuchenden wieder auf sich alleine gestellt sind.

Integrieren trotz Vollbeschäftigung

Das freut Kompass-Geschäftsführer Marcel Rüegger: «Die Integrationsquote ist dank unserem Vermittlungsengagement sechsmal höher. Wir konnten auch im dritten Quartal nochmals 52 Personen weitervermitteln – trotz niedriger Arbeitslosigkeit. Es freut uns, dass unsere Arbeit auch im Zeichen der Vollbeschäftigung Früchte trägt. Es ist wichtig, dass wir uns gerade jetzt darauf vorbereiten, falls die düsteren Wolken am Konjunkturhorizont sich weiter verdichten sollten. Arbeitsintegration ist und bleibt ein wichtiger Pfeiler der Wirtschaft, dem wir Sorge tragen müssen.»

Chancen so gut wie kaum je zuvor

Kompass Arbeitsintegration beschäftigt die Programmteilnehmenden nicht nur in den acht gewerblichen und industriellen Abteilungen, sondern schult und trainiert Erwerbslose mit Kursen, persönlicher Begleitung und Coaching. Dies sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, sagt Joachim Brunnschweiler, Verantwortlicher für die Werkstätten in der Geschäftsleitung. Die Förderangebote von Kompass seien sehr vielfältig und würden deshalb individuell für die Teilnehmenden ausgewählt und angepasst. «Wenn die Personen mitmachen, sich auf die Angebote einlassen und das Gelernte im Alltag üben und umsetzen, ist die Integrationschance hoch. Die momentan sehr gut laufende Wirtschaft erhöht die Integrationschance auch für Menschen, die sonst eine eher schlechte Perspektive haben», so Brunnschweiler. Und Geschäftsführer Marcel Rüegger weiss: «Wer die üblich geforderten Schlüsselqualifikationen mitbringt und körperlich den entsprechenden Anforderungen gewachsen ist, findet zurzeit sehr gut eine neue Anstellung. Schon lange nicht mehr so gut wie heute.»

Grosse Herausforderungen

Mit der erfreulich tiefen Thurgauer Arbeitslosenquote von aktuell 1.8 Prozent steigen die Anforderungen an Integrationsprogramme und Vermittelnde. Ein grosser Teil dieser «Sockelarbeitslosigkeit» machen Personen mit einem Defizit aus. Das können mangelnde Deutschkenntnisse, körperliche Einschränkungen oder eine zusätzliche Krise sein, die einer Integration im Wege stehen. Das stellt Integrationsberatende und Coaches zum Teil vor grosse Herausforderungen. Kompass merke die Sockelarbeitslosigkeit auch in der Produktion, sagt Rüegger: «Arbeiten, die früher gut erledigt werden konnten, sind mit den zunehmend schlechter qualifizierten Personen, die jetzt noch integriert werden müssen, zum Teil nur noch schwer oder nicht mehr zu bewältigen. Aber es freut uns, wenn wir gerade in diesem Umfeld stellenlose Menschen immer noch motivieren und zusätzlich qualifizieren können.»

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Autor/in
Roman Salzmann

Roman Salzmann ist Inhaber und Geschäftsführer der salcom.biz in Bischofszell. Zuvor war er unter anderem Wirtschaftsredaktor und Kommunikationsleiter eines Konzerns. Heute betreut er für verschiedene Ostschweizer Unternehmen die Kommunikationsarbeit.

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