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Jahresrückblick-Interview

«Silvester im Bett zu verbringen klingt realistisch»

Unihockeyspielerin Seraina Zwissler fehlte im Jahr 2020 das Teamleben. Nun hofft die 22-jährige St.Gallerin, dass nächstes Jahr die Meisterschaft weitergeführt wird. Und dann hat sie da noch ein Projekt auf ihrem Balkon.

Nadine Linder am 27. Dezember 2020

«Corona» war das dominierende Thema im vergangenen Jahr. Auf was können Sie in diesem Zusammenhang im positiven Sinne zurückblicken?

Die eine oder andere gemütliche Stunde zu Hause. Bei 100% Arbeit und einem Hobby auf NLA-Niveau bleibt normalerweise wenig Zeit zu Hause zu sein und die Zeit zu geniessen.

Womit hatten Sie im Zusammenhang mit «Corona» am meisten zu kämpfen? Was hat Sie bedrückt?

Bedrückt haben mich einerseits die Arbeit im Spital mit den teils betroffenen Leuten oder einfach die generellen Komplikationen und Mehraufwände, die sich durch die Pandemie ergeben haben. Andererseits haben mir das Teamleben und das Ausführen des Mannschaftssports während des Lockdowns sehr gefehlt – und auch jetzt sind wir immer noch sehr eingeschränkt.

Bleiben wir beim Positiven: Was wird Ihnen rückblickend auf das Jahr 2020 in sehr guter Erinnerung bleiben? Gab es allenfalls einen entscheidenden Meilenstein in Ihrem Berufs- oder Privatleben?

Aus beruflicher Sicht zählen sicher das erfolgreiche Absolvieren aller Abschlussprüfungen zur Physiotherapeutin sowie die bestandene Bachelorarbeit dazu. Ich bin froh, dies trotz all dem Sport und Aufwand nebenbei geschafft zu haben und jetzt mehr in der Praxis arbeiten zu können. Ich blicke auch positiv auf den schönen Sommer zu Hause zurück.

Welche drei Persönlichkeiten haben für Sie das Jahr 2020 positiv geprägt?

Schwierig zu sagen… Aber wenn ich so darüber nachdenke, gehört sicher Kamala Harris dazu.

Woran denken Sie umgehend, wenn Sie sich mit der «Planung» des Jahres 2021 befassen?

An die hoffentliche Weiterführung der Meisterschaft und somit das harte Trainieren auf ein bevorstehendes Finalspiel. Ebenfalls denke ich bei diesem Stichwort an die Stellensuche nach dem Abschluss meiner Ausbildung.

Gibt es darüber hinaus etwas, was Sie nächstes Jahr unbedingt in Angriff nehmen möchten?

Im Frühling möchte ich meinen Balkon neu bepflanzen und somit auch nächstes Jahr die schönen Frühlings- und Sommertage draussen geniessen können.

Abschliessend ein paar entweder/oder-Fragen. Den Übergang ins neue Jahr feiern oder im Bett verbringen?

In der aktuellen Situation ist dies noch schwer zu sagen, da wir nicht wissen, was erlaubt sein wird und in welchen Rahmen. Deshalb könnte in diesem Jahr Silvester im Bett verbringen realistisch sein… (lacht)

Das Jahr 2021 mit klaren Vorsätzen starten oder alles auf sich zukommen lassen?

Ich würde sagen, mit klaren Vorsätzen ins neue Jahr zu starten, passt eher zu mir. Diese beziehen sich vor allem auf den Sport und den Beruf, aber auch auf das Geniessen der kleinen, schönen Momente im Leben.

Die Sommerferien 2021 wenn möglich im Ausland verbringen oder hier in der Schweiz?

Auch bei dieser Frage tue ich mir etwas schwer. Natürlich wäre es schön, Strandurlaub machen zu können. Wir werden jedoch sehen müssen, wie sich die Lage entwickelt und was möglich sein wird. Ansonsten gibt es auch in der Schweiz schöne und ruhige Plätze.

Sereina Zwissler

Sereina Zwissler

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Nadine Linder

Nadine Linder ist Redaktorin von «Die Ostschweiz».

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