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Vorwurf des Formfehlers

Stadler kämpft um Grossauftrag der ÖBB

Ärger bei Stadler Rail: Der bereits erfolgte Zuschlag der ÖBB für einen Auftrag wurde zurückgezogen. Die Thurgauer Firma spricht von «Indiskretionen und der daraus resultierenden Medienberichterstattung in Österreich».

Die Ostschweiz am 21. September 2021

Stadler habe «nach einem umfassenden und professionell geführten Ausschreibungsverfahren der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB)» den Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 186 Doppelstockzügen gewonnen, heisst es in einer Mitteilung. Darin sei das rechtsgültige Angebot als technisch und kommerziell bestes bewertet worden.

Das österreichische Bundesverwaltungsgericht hat nun aber «aufgrund eines angeblichen Formfehlers bei der qualifizierten elektronischen Signatur des Angebots» diesen Zuschlag der ÖBB überraschend für nichtig erklärt. Stadler habe diese elektronische, von den zuständigen internationalen Behörden anerkannte, Signatur schon hundertfach bei der Teilnahme an Ausschreibungen im EU-Raum verwendet. Zahlreiche so unterzeichnete Angebote seien damit gewonnen worden, auch solche österreichischer Bahnen.

Stadler werde nun sämtliche ihr zustehenden Rechtsmittel gegen diese erstinstanzliche Entscheidung des österreichischen Bundesverwaltungsgerichts ausschöpfen. Das Unternehmen unterstütz die ÖBB weiterhin und gehe davon aus, dass dieser vom Gericht beanstandete angebliche Formfehler korrigiert werde.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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