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Rückblick

Viele Meilensteine und Mandarinli

Die Sängerin der Band WE ARE AVA, Kim Lemmenmeier hat dieses Jahr zusammen mit ihrer Band ihr Debütalbum «Inner Gardening» veröffentlicht. Warum sie sich trotzdem bei ihren Bandkollegen entschuldigen möchte, erfährt man in ihrem persönlichen Jahresrückblick.

Manuela Müller am 23. Dezember 2021

Ganz grundsätzlich: Unter welchen Stichworten würden Sie das Jahr 2021 für sich verbuchen?

Mhh, wohl unter Verschiebungen, Geduld, Meilensteine und Kreativzeit. Und vielleicht noch Mandarinli – da hab ich dieses Jahr mal wieder alle Rekorde gebrochen.

Gab es für Sie einen besonderen Meilenstein, etwas das Sie besonders geprägt oder verändert hat?

Auf jeden Fall, sogar einige! Der grösste Meilenstein war aber wohl die Veröffentlichung unseres Debüt-Albums «Inner Gardening» mit meiner Band WE ARE AVA im September. Ein langes, riesiges, zeitintensives Projekt, in dem eine Menge Herzblut steckt und das ganz viele weitere Meilensteine mit sich brachte!

Welchen Tag würden Sie am liebsten komplett streichen?

Phuu, also kitschigerweise wohl Keinen so richtig. Eigentlich versuche ich in jedem Erlebnis etwas Lehrreiches zu finden und allem seinen Grund zuzugestehen. Das klappt meistens auch ganz okay (lacht).

Gibt es etwas, wofür Sie sich gerne entschuldigen würden?

Mhh, auch eine schwierige Frage. Eventuell bei meinen beiden Bandjungs. Wir hatten eine sehr intensive Zeit miteinander im letzten Jahr, da wir ziemlich viel aus dem Boden gestampft haben gemeinsam. Uns wurden dabei von Corona viele Steine in den Weg gelegt, oft auch wirklich absurde Schwierigkeiten, wie extreme Verzögerung bei unserer Vinylpressung. Da habe ich manchmal sehr wahrscheinlich mit weniger Geduld reagiert, als ich mir das wünschen würde. Es ging uns dabei aber allen ähnlich, also war es wohl eine faire Sache (lacht).

Und auf was sind Sie besonders stolz?

Ich denke, ich muss nochmals auf unser Debütalbum «Inner Gardening» verweisen. Es war wirklich ein sehr grosses Ding für uns mit allem von A-Z und wir sind alle über uns hinausgewachsen. Darauf bin ich schon stolz!

Was hat Sie traurig gemacht?

In diesem Jahr hatten wir einige politische Themen – grade im Bezug auf Corona, aber auch beispielweise bei der Abstimmung zur «Ehe für Alle» – bei welchen ich wirklich schockiert war von der Kurzsicht, Egozentrik und Intoleranz einiger Menschen. Dass nicht mal die Fähigkeit besteht, andere Perspektiven einzunehmen und versucht wird, andere Ansichten nachzuvollziehen, finde ich sehr problematisch und macht mich traurig.

Und was so richtig wütend?

Ja, also diese eben genannte Sturheit, Intoleranz und absolute Festgefahrenheit in irgendwelchen Weltanschauungen, die keine Horizonterweiterung zulässt, macht mich zuweilen auch mal richtig wütend.

Haben Sie sich konkrete Ziele für 2022 gesetzt?

Ganz so konkret eigentlich nicht, ich möchte aber versuchen, mir im 2022 etwas mehr Zeit für das Nichts-Tun oder spontane Abenteuer zu lassen. Wenn man seinen Job so sehr mag wie ich, dann verliert man sich manchmal etwas in seiner Leidenschaft.

Was sollte im nächsten Jahr allgemein besser werden?

Ich wäre persönlich doch recht ready dafür, dass Corona mal Leine zieht, ihr auch? (lacht)

Und was darf so bleiben, wie es ist?

Wir dürfen mit WE ARE AVA grade so viele tolle Dinge erleben. Zurzeit sind wir zum Beispiel im Rennen, um für den Swiss Music Award «Best Crushing Newcomer» nominiert zu werden. Dazu läuft ein Voting auf 20Minuten – wer also noch nicht für uns abgestimmt hat: Go Go Go! Dieses stetige Wachsen und immer mehr Leute mit unserer Musik erreichen zu können, darf im nächsten Jahr gerne so weiter gehen.

Wem würden Sie 2022 gerne begegnen?

Mhh, da gäbe es natürlich viele tolle Persönlichkeiten, bei denen ich ein bisschen ausflippen würde. Also vielleicht eine Songwriting-Session mit Billie Eilish & FINNEAS fänd ich persönlich schon weltveränderd.

2021 war «Wetten, dass…?» der nostalgische Höhepunkt. Was sollte nächstes Jahr wieder auf der Bildfläche erscheinen?

Das wäre dann klar meine Namensvetterin «Kim Possible». Ich habe sie geliebt!

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Autor/in
Manuela Müller

Manuela Müller (*1994) aus Marbach war bis Ende März 2022 als Redaktorin für «Die Ostschweiz» tätig.

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