logo

Markus Bonderer

Das ist ein Krieg

Stopp, denn die Schäden sind bereits riesig!

Markus Bonderer am 10. September 2021

Es ist nun 20 Monate her, dass uns die Staatsoberhäupter in den ersten Lockdown geschickt haben. Am Anfang war die Ungewissheit sehr gross und die Vorsicht auch nachvollziehbar. Nun, 20 Monate später, konnten wir viele Erfahrungswerte sammeln und viele Statistiken füllen. Wie viel diese Statistiken wert sind, kann jeder für sich entscheiden. Zurückblickend können wir sagen, dass die Prognosen der «Task Force» und des Bundesrates nie auch nur im Ansatz eintrafen.

Nun könnte man denken, dass wir aufatmen können. Falsch gedacht! Nachdem Herr Berset im August die Normalisierung verkündete, folgt jetzt der Hammerschlag. Der Druck nimmt immer mehr zu. Der Druck, welcher am Mittwoch, 8. September 2021 seinen historischen Höhepunkt erreicht hat.

Was hier abläuft ist nichts anderes als ein Krieg. Es ist ein Krieg, welcher unter dem Deckmantel der Gesundheit ausgetragen wird. Die Bevölkerung ist stark gespalten. Gespräche drehen sich vielerorts nur noch um dieses eine Thema. Alle müssen sich rechtfertigen, für das was sie machen oder eben nicht machen. Abwertende Blicke auf allen Seiten. Es werden Massnahmen verhängt, welche quasi eine Wahl lassen. Falsch! Es gibt keine Wahl mehr. Eine ähnliche Situation hatten wir schon mal in der Weltgeschichte – muss sich das tatsächlich noch einmal wiederholen? Wieso glauben wir, jetzt etwas besser zu wissen, zu können oder zu machen, als damals?

Der Druck, den bundesrätlichen Vorgaben zu folgen ist riesig. Es werden Milliarden von Franken in Propaganda investiert, um den Leuten das staatsgerechte Denken einzutrichtern. Ist dieses Handeln der Schweiz würdig? Ich habe in meinem Leben etliche Zehntausend Franken an die Krankenkassen und den Staat überwiesen. Nun soll ich gebüsst werden, weil ich mich nicht impfen lassen möchte. Ich rauche nicht, treibe regelmässig Sport, bin viel in der Natur, esse ausgewogen, halte meinen Alkoholkonsum in Grenzen und nun soll ich als unverantwortlicher Bürger an den Pranger gestellt werden?

Es geht ja noch einfacher: Ich werde einfach ausgeschlossen. Aber ich als Erwachsener kann wenigstens ein wenig meinen Weg beeinflussen und auch bewusst verzichten. Ebenfalls kann ich meine Meinung äussern – zumindest noch im Moment. Aber die grossen Verlierer sind die Kinder. Sie sollen nun ein weiteres Mal herhalten als DIE Verbreiter des Virus. In den Schulen sei der grosse Herd der Pandemie. Alle erwachsenen Menschen, welche wollen, konnten sich Impfen lassen. Jeder erwachsene Mensch kann sich schützen in dem er Abstand hält, Hygiene Massnahmen ausführt, eine Maske trägt wenn er das möchte und das Immunsystem stärkt.

Für die grosse Mehrheit der Kinder geht nachweislich fast keine Gefährdung vom Virus aus. Was macht der Bundesrat und unter seinen Vorgaben die Regierungen? Sie führen erneut die Maskenpflicht in den Schulen ein. Es kommen sogar Forderungen, welche eine Maskenpflicht ab der 1. Klasse möchten. Darf ein Virus, welcher nachweisslich fast keine negativen Einflüsse für die Kinder hat, mit einer Gegenmassnahme «bekämpft» werden welche sehr wohl Nebenwirkungen hat? Wir sprechen von Hautausschlägen, Lungenproblemen, Kopfschmerzen und vielen weiteren. Von den psychischen Folgen sprechen wir nun mal nicht – auch zu diesem Kapitel gibt es enorme erwähnenswerte Folgeschäden.

Aber das Gute ist, dass die Kinder die Maske abnehmen dürfen, wenn sie von der Schule zum Impfbus laufen. Es wird propagiert, dass Kinder ab 12 Jahren tatsächlich selber entscheiden können, ob sie sich impfen möchten oder nicht. Aber für ein Foto auf der Homepage muss ich als Elternteil unterschreiben. Diese Umstände entziehen sich meiner Logik und ich finde es zutiefst beschämend. Ach ja, wenn wir schon so weit sind, dürfen ab sofort die 12jährigen auch abstimmen und wählen? Ich bin mir sicher, sie entscheiden mit mehr Verstand, Herz und Logik als manch einflussreicher Politiker.

Lassen wir jedem Menschen die Freiheit selbst zu entscheiden was er tun möchte und was nicht. Lassen wir der Wirtschaft ebenfalls die Freiheit, welche Kunden sie bedienen, bewirten oder einfach mit ihnen zusammenarbeiten möchten und mit welchen nicht. Übergeben wir wieder jedem Schweizer und jeder Schweizerin die Eigenverantwortung jeden Tag etwas für seine Gesundheit zu tun. Es ist jeder Fähig sich zu schützen, sofern er dies auch möchte.

Wenn die Massnahmen und der Druck auf anders Denkende weitergeführt und intensiviert wird, bleibt nicht nur eine Spaltung in der Gesellschaft, sondern es wird zu sehr heftigen Auseinandersetzungen kommen, welche tiefe Narben hinterlassen werden.

Ich wünsche mir Akzeptanz und Frieden – bin mir aber auch bewusst, dass ich mit diesen Zeilen bei einigen genau das Gegenteil auslösen werde. Schweigen bringt aber auch nichts. Ich habe mich für die Politik entschieden, möchte etwas beitragen und stehe ein für die Grundrechte eines jeden Menschen: Freiheit und körperliche Unversehrtheit.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Markus Bonderer

Markus Bonderer ist St.Galler Kantonsrat für die SVP. Er lebt in Sargans.

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.