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Über den Autor

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Baur Marcel

Marcel Baur

Marcel Baur (*1971) ist Stadt-St.Galler und Familienvater mit zwei Kindern. Er arbeitet als ICT Systemspezialist an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Das Mitglied der GLP St.Gallen ist als Blogger aktiv.

Baurs Welt

Die Bank gewinnt

Rund ums Geldspielgesetz kursieren viele Gerüchte und Befürchtungen. Die Wahrheit ist: Bei einem Nein ändert sich gar nichts. Wir können weiterspielen.

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Baur Marcel

Der Mensch ist eine Spielernatur und er spielt auch gerne um Geld. Er wettet unter Freunden, spielt im Casino oder zockt im Internet. Eine hübsche Summe unserer Verluste wandert in die AHV und in den Sport. Das ist heute so und bleibt es auch, wenn wir Nein zum Geldspielgesetz sagen.

Für die Spieler unter uns ändert sich mit einem Nein nichts. Wir können nach wie vor nach Bregenz oder Konstanz. Wir können auch Online zocken. Es ist auch nicht illegal, auf Internetseiten von ausländischen Casinos zu spielen. Ja, es ist noch nicht einmal illegal, die Sperren zu umgehen, die eingerichtet werden sollen. Wie das geht, findet man übrigens innerhalb weniger Minuten auf Youtube.

Das Gesetz bringt folglich nichts. Es ist eine Kapitulation der Politik vor dem technologischen Wandel. Es ist Artenschutz für eine Industrie, die jeder Spieler eigentlich abzocken möchte, oder gehen wir nicht alle ins Casino um den Jackpot zu knacken?

Um die Kapitulation zu vertuschen, werden wir von der Befürwortern des Gesetzes auch noch brandschwarz angelogen. In der Kampagne soll uns glaubhaft gemacht werden, dass unsere AHV auf dem Spiel steht und unsere Jugend in Zukunft keine Sportvereine mehr besuchen kann. Das ist eine Lüge! Lehnen wir das Gesetz ab, dann ändert sich nichts. Es bleibt alles genau so wie es ist. Unsere Spiel-Verluste wandern weiterhin in diese Institutionen.

Ich erwarte von uns Stimmbürgern, dass wir dieses Spiel durchschauen und merken, dass mit einem Ja nur einer gewinnen kann, die Bank!

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