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Oliver Martin

Radikale Änderung?

In der Schweiz erfolgt die Besteuerung nach den Grundsätzen der Gleichmässigkeit sowie der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Das ist richtig so.

Oliver Martin am 14. September 2021

Mit der 99-Prozent-Initiative wollen die Jungsozialisten das funktionierende System der Schweiz nun radikal ändern.

Die Initianten verlangen, dass bestimmte Einkommensteile in Zukunft höher besteuert werden sollen. Dabei haben es die Initianten jedoch längst nicht nur auf die «Superreichen» abgesehen. Besonders hart treffen würde die Initiative auch unsere KMUS sowie viele Familienunternehmen. Gerade inhabergeführte Familienbetriebe, davon gibt es auch im Thurgau zahlreiche, würden unter der steuerlichen Mehrbelastung leiden.

Mir ist wichtig, zu erwähnen, dass alle in der Schweiz welche dies auch möchten, fleissig und bereit sind mehr zu leisten, gut leben können. Nach meinem Verständnis ist jeder Mensch einzigartig geschaffen worden. Jeder hat wiederum auch eine unterschiedliche / andersartige Bestimmung. Nicht jede(r) kann gleich mit Geld und Vermögen umgehen was für mich nicht heisst, dass jemand deshalb weniger wertvoll oder weniger wichtig ist.

In meinem Leben musste ich leider mehrmals feststellen, dass mit verteiltem Geld oft anders umgegangen wird als mit eigenem. Der Mensch übernimmt leider oft nur über das Verantwortung was ihm gehört und was er selbst erarbeitet und erworben hat.

Es darf nicht sein, dass mutige, fleissige, unternehmerische Menschen welche unsere Wirtschaft stützen, Arbeitsplätze generieren und auch Risiko eingehen steuerlich mehr belangt werden.

Die Initiative schwächt dadurch nicht nur die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz, sondern setzt auch die Zukunft von unseren Familienunternehmen aufs Spiel. Aus diesem Grund sage ich Nein zur 99-Prozent-Initiative.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Oliver Martin

Oliver Martin (1977) ist Thurgauer Kantonsrat (SVP). Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Unternehmer und Geschäftsführer der Martin Confiserie lebt und arbeitet Leimbach.

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