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Gastautorin Kati Schepis-Buck

«Als Mensch steht für mich die Wahrheit an oberster Stelle»

In dieser Serie stellen wir Ihnen unsere Gastautorinnen und -autoren in Kurzinterviews vor. Kati Schepis-Buck (*1976) aus Winterthur ist Pharmazeutin ETH. Sie sagt: Als Naturwissenschaftlerin ist es mir ein Anliegen, zum Hinterfragen und zur eigenen kritischen Recherche anzuregen»

Marcel Baumgartner am 13. Juli 2021

Hobbys: Am liebsten bin ich zusammen mit sympathischen Menschen draussen an der frischen Luft unterwegs bei diversen sportlichen Aktivitäten wie Wandern (am liebsten in den Bergen), Velofahren, Joggen oder auch einfach ausgiebigen Spaziergängen im Wald. Wenn ich Zeit und Musse habe, koche ich sehr gerne, bevorzugt mit frischen lokalen Zutaten vom Markt.

Über welche Themen schreiben Sie bevorzugt auf dieostsschweiz.ch?

Bis anhin habe ich vier Artikel für DIE OSTSCHWEIZ verfasst. Zwei davon waren über die meines Erachtens weder indizierten, noch wirksamen und unsicheren Impfstoffe. In einem Artikel habe ich mittels Fakten aufgezeigt, dass die Betten in den Spitälern entgegen Medienmitteilungen in den letzten 16 Monaten nie auch nur annähernd ausgelastet waren und dass dies nicht dem Verschieben von Wahloperationen zu verdanken war. Mein vierter Artikel war eher persönlich und emotional gefärbt. In diesem Artikel fasste ich meine - teils schönen, teils traurigen - Erlebnisse während der letzten Monate zusammen und wollte insbesondere auch Leute aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld, die seit Monaten keine Stellung beziehen, meine Beiträge auf sozialen Medien aber heimlich lesen, zeigen, dass dies aus meiner Sicht etwas unschön und feige ist.

Was ist Ihnen besonders wichtig? Möchten Sie eine Botschaft übermitteln, zum Nachdenken anregen? Aufrütteln?

Als Naturwissenschaftlerin ist es mir ein Anliegen, möglichst viele Leute zum Hinterfragen und zur eigenen kritischen Recherche anzuregen. Mit meinen wissenschaftlichen Artikeln möchte ich die Leserschaft dabei unterstützen, wissenschaftliche Daten hinsichtlich ihrer Korrektheit zu überprüfen und richtig zu interpretieren. Als Mensch steht für mich die Wahrheit an oberster Stelle. In einer Zeit, da die Wahrheit auf dem Kopf zu stehen scheint, hoffe ich, mit meinen Artikeln den Leuten bei der Suche nach der Wahrheit etwas zu helfen und sie dabei zu unterstützen, herauszufinden, was korrekt und falsch, Wahrheit und Lüge ist und welche Obrigkeiten und Institutionen wirklich zu unserem Wohle handeln und welche nicht.

Fällt Ihnen das Verfassen eines Textes grundsätzlich leicht oder bedeutet es mitunter auch Stress?

Das Schreiben fällt mir sehr leicht und hilft mir auch dabei, Dinge, zu verarbeiten. An der ETH war ich mit einer neusprachlichen Matura eher eine Exotin, für das Schreiben kommt mir eine gewisse Sprachbegabung wohl entgegen.

Gehen Sie mit einer klaren Strategie an die Texterstellung heran?

Für das Verfassen eines Textes entscheide ich mich meist spontan und lasse mich von Gedanken leiten, die mir gerade durch den Kopf gehen. Ich gehörte nie zu den Schülerinnen, die sich für einen Aufsatz ein Konzept erstellt haben. Die Struktur meiner Texte ergibt sich jeweils spontan während des Schreibprozesses.

Ist Druck – bsp. ein Abgabetermin – förderlich für Sie?

Ich bin es mich gewohnt, unter einem gewissen «Druck» zu schreiben. Die Zeit fürs Schreiben ist bei mir meist limitiert neben allen anderen Aktivitäten, Familie und Arbeit. Wenn ich eine Idee habe, komme ich beim Schreiben meist gut voran, ein Abgabetermin würde mich wohl eher positiv stimulieren.

Über welches Feedback haben Sie sich bisher besonders gefreut?

In den letzten Wochen habe ich aus dem persönlichen Umfeld, aber auch von bislang unbekannten Menschen sehr schöne Rückmeldungen zu meinen Artikeln bekommen. Leute haben sich persönlich bei mir dafür bedankt, dass ich in meinen Artikeln hinterfrage und auf Missstände hinweise. Sehr gefreut hat mich, dass mein Artikel zur Impfung bei Kindern auch von DIE WELTWOCHE in einer leicht verkürzten Version publiziert wurde. Ich hoffe, dass immer mehr Leute mutig aufstehen und öffentlich kundtun, dass sie nicht damit einverstanden sind, wie in unserem Land agiert wird und wie seit Monaten in einem Ausmass eine Zensur in den öffentlichen Medien etabliert wird, wie sie noch nie da gewesen ist!

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Laveba 03/2022

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Marcel Baumgartner

Marcel Baumgartner (*1979) ist Co-Chefredaktor von «Die Ostschweiz» sowie Verlagsleiter der Ostschweizer Medien AG. Das Medienunternehmen hat seinen Sitz in St.Gallen.

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