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Innerrhoden

Aussprache mit der Jägerschaft

Eine Delegation der Innerrhoder Standeskommission hat mit der Jägerschaft eine Aussprache geführt. Auslöser war Kritik aus der Jägerschaft zur gelebten Jagdpraxis und gegenüber der Jagdverwaltung.

Die Ostschweiz am 09. Juni 2021

Schon seit einiger Zeit bestehen unter der Jägerschaft und zwischen einem Teil der Jägerschaft und der Jagdverwaltung Spannungen. Verschiedene jagdpolitische Entscheide der Standeskommission und die Umsetzung in der Praxis sowie weitere Jagdfragen wurden unterschiedlich beurteilt. Im Zuge dieser Differenzen kam es auch zu persönlichen Vorwürfen gegen den Jagdverwalter und Wildhüter. Die Standeskommission hat die Situation durch einen externen Gutachter abklären lassen und verschiedene Massnahmen eingeleitet. Insbesondere soll die Organisation der Jagdverwaltung einschliesslich der personellen Ressourcen überprüft werden. Ebenfalls sollen verschiedene jagdliche Fragen geklärt und allenfalls neu geregelt werden.

Inhaltlich konnten die gegen den Jagdverwalter erhobenen Vorwürfe entschärft werden. Der externe Gutachter gelangte zum Schluss, dass keinerlei strafbare Handlungen oder fachliche Versäumnisse bestehen. Er empfahl zudem, die organisatorischen Begebenheiten in der Jagdverwaltung zu überprüfen. Die Standeskommission hat dem Jagdverwalter und Wildhüter Ueli Nef das Vertrauen ausgesprochen und erwartet, dass sich durch die Umsetzung der verschiedenen Massnahmen die Situation nachhaltig beruhigt.

Am 8. Juni 2021 haben Landammann Roland Dähler, Bauherr Ruedi Ulmann und der externe Gutachter mit der Jägerschaft einen Informationsanlass durchgeführt. Verschiedene Sachverhalte konnten geklärt werden. Für andere Punkte werden im Zusammenhang mit den eingeleiteten Massnahmen Verbesserungsmöglichkeiten geprüft. Die Standeskommission geht davon aus, dass mit den ergriffenen Massnahmen die Zusammenarbeit in der Jägerschaft und mit der Jagdverwaltung wieder gestärkt werden kann.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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