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Transparentaktion

Büchel spricht von «Polit-Hooliganismus»

Klimaaktivisten haben auf der Zuschauertribüne des Nationalrats ein Transparent enthüllt und die Debatte mit Gesängen unterbrochen. Die deutlichsten Worte für die Aktion findet der St.Galler SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel.

Stefan Millius am 19. September 2019

«Schon im Sommer wurde die Grenze des Erträglichen überschritten, als wir von Aktivisten am Zugang zum Bundeshaus gehindert wurden»: So wird der Rheintaler Roland Rino Büchel auf blick.ch zitiert. Und nun ziehe «der Polit-Hooliganismus ins Bundeshaus ein.» Für Büchel ist die Aktion «inanzeptabel», er fordert Konsequenzen für die Teilnehmer. Das gelte auch, falls ein Politiker an der Sache beteiligt gewesen sein sollte.

Damit bezieht sich der SVP-Nationalrat wohl auf die Tatsache, dass im St.Galler Kantonsrat einst der SP-Präsident Max Lemmenmeier selbst den Schmuggler gespielt hatte für eine ähnliche Aktion. In diesem Fall sieht es aber nicht nach einer Beteiligung eines Politikers aus: Die Aktivisten hatten das Transparent in mehreren Stücken in Schlafsackhüllen versteckt, die sie im Rucksack verstaut mit auf die Zuschauertribüne nehmen konnten. Wie sie es danach schafften, im geschäftigen Ratsbetrieb aus einer Vielzahl von Stücken wieder ein ganzes Transparent zu machen, ist offen.

Laut 20min.ch dürfte Büchels Hoffnung auf Sanktionen wohl nicht in Erfüllung gehen. Man habe ihnen nach einer Belehrung und der Verweisung aus dem Bundeshaus mitgeteilt, es werde wohl keine Konsequenzen geben, sagt dort eine an der Aktion Beteiligte.

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Ehe für alle bis 20.9.

Roland Rino Büchel

SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel.

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Stefan Millius

Stefan Millius (*1972) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».

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