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Premiere in Winterthur

«Circus Beat Breu»: Startschuss dank einem deutschen Familienzirkus

Beat Breu scheint bereit für sein Zirkusunternehmen. Hinter den Kulissen hat er sich mit einem Familienzirkus aus Deutschland zusammengetan und ist so an sein Material gekommen. Am 5. August soll die Premiere in Winterthur stattfinden - allerdings wohl ohne Tiere.

Stefan Millius am 04. August 2019

Beat Breu hat sich laut einem Insider der Artistenszene mit einem Deutschen Familienzirkus geschäftlich zusammengeschlossen. Es handelt sich um den «Classic Cirus Berlin» der Familie Lauenburger. Nun wird auch klar, warum er trotz eines bescheidenen Erfolgs beim Crowdfunding loslegen kann; dort kam das Minimum von 50'000 Franken zusammen, das kaum für das gesamte Material reichen würde.

Der «Classic Circus Berlin» war in den vergangenen Jahren in Österreich unterwegs. Das erklärt auch, warum die Wagen des «Circus Beat Breu» in Lustenau gesichtet wurden. Das gesamte Material - von den Zeltanlagen über Tiertransporter und so weiter - gehöre dem deutschen Familienzirkus, so der Insider. Es wurde nun einfach beschriftet. Wie der Deal zwischen dem «Classic Circus Berlin» und der Radsportlegende genau aussieht, ist unklar, Breu hat gegenüber anderen Medien deutlich gemacht, dass er sich nicht zur Finanzierung äussert.

Aber losgehen soll es dennoch. Vor dem Teuchelweiher in Winterthur liefen in den letzten Tagen Aufbauarbeiten für die Premiere vom 5. August.  Offenbar gibt es vor der Premiere aber noch Probleme mit dem Veterinäramt beziehungsweise mit ausstehenden Bewilligungen. Wie der «Landbote» berichtet, muss Breu notfallmässig die vorgesehenen Tiernummern durch andere Attraktionen ersetzen. Eigentlich wollte der frischgebackene Zirkusdirektor Pferde, Ponys und Kamele auftreten lassen.

Neben Winterthur sind drei weitere Spielorte mit Daten auf der Webseite des Circus Beat Breu gelistet. Das Zelt fasst 600 Personen. Es dürfte - ausser der Premiere, zu der viele geladene Gäste kommen - nicht ganz einfach werden, es zu füllen, denn Werbung wurde bisher so gut wie keine betrieben.  Wer den früheren «Bergfloh» kennt, weiss aber, dass er eines mit Sicherheit hat: Ausdauer.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Stefan Millius

Stefan Millius (*1972) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».

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