logo

Urnäscher Milchspezialitäten AG

Der mit den Hörnern

Soll eine Kuh ihre Hörner behalten dürfen – oder nicht? Bei der Urnäscher Milchspezialitäten AG jedoch ist man sich über die Antwort mehr als einig: Für den beliebten Urnäscher Hornkuhkäse wird – der Name verräts – nur Milch von behornten Kühen verwendet.

Manuela Bruhin am 18. August 2022
Milchspezialitäten Milchspezialitäten Milchspezialitäten Milchspezialitäten Milchspezialitäten Milchspezialitäten Kühe Kuh Kuh Milchspezialitäten

Warum Hörner? Ja, warum eigentlich? Es gibt viele Gründe, die dafürsprechen. Da wäre beispielsweise die Regulierung der Körpertemperatur oder die Kommunikation innerhalb der Herde, welche auch über die Hörner der Kuh passiert. Und dennoch werden in der Schweiz viele Kühe enthornt. Die Urnäscher Milchspezialitäten AG hat genau die Hörner zum Markenzeichen des beliebten Urnäscher Hornkuhkäse gemacht. 2021 war dieser der Silbermedaillen-Gewinner an den World Cheese Awards in Spanien. Was also ist das Geheimnis, welches ihn so unverwechselbar macht? «Ganz klar, die Hornkuhmilch», sagt Melanie Bischof, Leiterin Marketing/Verkauf/Administration, und lacht. «Nein, von den Hörnern schmeckt man natürlich nichts – jedoch sind Kühe mit Hörner um einiges schöner anzusehen. Uns gefällt’s.»

Gelebtes Brauchtum

Dank des hohen Fettanteils und der langen Reifezeit sei er sehr cremig und angenehm würzig im Geschmack. Zudem könne guter Käse nur mit qualitativ hochstehender Milch hergestellt werden. Täglich liefern Bauern rund um Urnäsch ihre Hornkuhmilch, und im Dorf wird diese direkt weiterverarbeitet. Es gibt also keine langen Anfahrtswege – statt dessen widerspiegle er gelebte Tradition. Nebst dem Silvesterklausen, Bloch oder Öberefahre gehöre es einfach dazu, dass Kühe Hörner tragen. «Unsere Bauern sind sehr stolz darauf», fasst es Melanie Bischof zusammen.

Dies sei aber eher einem Zufall zu verdanken. Bei der Gründung der Urnäscher Milchspezialitäten AG bemerkte man, dass alle Milchlieferanten Hornkühe halten. Schliesslich wurde genau diese Tatsache zum Markenzeichen, und der Käse erfreut sich bis heute grosser Beliebtheit. Nun ist er auch im Appenzeller Wanderpäckli zu finden. Der Käse eignet sich nämlich gut für einen Käsesalat oder ganz einfach zu Brot. «Der Urnäscher Hornkuhkäse ist ein idealer Begleiter auf einer Wanderung, da er bei Klein und Gross gut ankommt», fasst es Melanie Bischof zusammen. «Der würzige Geschmack trifft perfekt die Mitte der Reifegrade – nicht zu mild und ebenfalls nicht zu rezent.» Wer in Urnäsch die Wanderwege erkundige, fände mit etwas Glück einen Lieferanten, welche die wertvolle Urnäscher Hornkuhmilch jeden Tag zur Verfügung stelle. «Und wer weiss, vielleicht inspiriert der Urnäscher Hornkuhkäse viele Wanderer zu einer Wanderung im schönen Dorf Urnäsch – mit dem Ziel, eine von den vielen Hornkühen zu entdecken?»

«De vo öös»

Genau diese Nähe verhelfe dem Käse dazu, dass er sich von vielen Konkurrenzprodukten abheben könne. Die Käserei wurde vor über zehn Jahren von 32 einheimischen Bauern gegründet. «Davon sind auch heute noch fast alle mit an Bord», so Bischof. «Wir können Geschichten und Werte über unsere Käserei, unsere Mitarbeiter und unsere Milchlieferanten inklusive den Hornkühen erzählen. Denn wir alle zusammen vertreten Urnäscher Käse als ‘de vo öös’», erklärt Bischof. Die Regionalität mache dann noch den Rest. Nur wenige Käsereien verarbeiten und vermarkten die dorfeigene Milch selber zu Käse. Ein weiterer Grund, weshalb der Urnäscher Hornkuhkäse einfach ins Appenzeller Wanderpäckli gehöre. In den Wanderrucksack von Melanie Bischof findet sich zudem das Fernglas. «Der ‘Zeiss’ ist ein Muss für mich – damit betrachte ich die schöne Landschaft des Appenzellerlands ganz genau. Ein Geheimtipp von mir: So findet man gaaanz viele weidende Hornkühe!»

Wochenübersicht

Fachbeitrag

Herausforderung Städteplanung: Zwischen Visionen und Pragmatismus

am 06. Dez 2022
Gastbeitrag

Olivenöl trifft auf Traditionelle Chinesische Medizin

am 05. Dez 2022
Zeyer zur Zeit

Der Zürcher Kosmos ist bankrott

am 07. Dez 2022
Bundesratswahlen

Verlagerung nach links

am 07. Dez 2022
Kommentar von Patrick Emmenegger

Ein «schiefer» Bundesrat

am 07. Dez 2022
Investment views

Was wollen uns die Zinsen sagen?

am 05. Dez 2022
Gastkommentar

Zur Erinnerung: Am Freitag spielte die Schweiz gegen Serbien

am 05. Dez 2022
Mumie der Schepenese

Das wäre auch sachlicher gegangen

am 05. Dez 2022
Zwischenetappensieg für Milo Rau

Eine Rückführung von Schepenese wird geprüft

am 07. Dez 2022
Podcast mit Ruben Schuler

Die Tonalität der SVP ist die falsche für mich

am 07. Dez 2022
alphaberta.ch

«Gegenfrage: In welchen Bereichen sollten sich Männer deutlich weniger in Szene setzen?»

am 07. Dez 2022
Arbeiten über Festtage

«Es herrscht eine aussergewöhnliche Stimmung»

am 06. Dez 2022
Ticketverlosung

«Druck erzeugt auch eine Dynamik»

am 06. Dez 2022
Von 50'000 auf 200'000

IHK vervierfacht Beteiligung an der Olma

am 05. Dez 2022
Die bisherige Marketingleiterin übernimmt

Fabienne Diez wird neue Centerleiterin der Shopping Arena

am 05. Dez 2022
Vereinbarkeit

«Der Prozess war mit einigem Aufwand, Hürden und vielen Gesprächen verbunden»

am 03. Dez 2022
Erst bei Volljährigkeit abstimmen

Thurgauer Regierungsrat lehnt Stimmrechtsalter 16 ab

am 08. Dez 2022
The Time of Our Singing

St.Galler Koproduktion gewinnt Opera Award als beste Uraufführung

am 07. Dez 2022
Wie erwartet

Saisonaler Anstieg der Stellensuchenden

am 07. Dez 2022
Gastkommentar

Tempo 30 – Kanton und Stadt St. Gallen auf Abwegen

am 08. Dez 2022
Gastkommentar

Weitere Explosion der Strompreise

am 08. Dez 2022
Zusammenarbeit

Ucan und Xhaka ziehen sich an

am 08. Dez 2022
Ruth Metzler-Arnold als Botschafterin

Gründung der Non-Profit-Organisation «A Million Dreams»

am 08. Dez 2022
Fiktive Rechnungen

Anklage wegen Steuerbetrugs

am 08. Dez 2022
Stölzle /  Brányik
Autor/in
Manuela Bruhin

Manuela Bruhin (*1984) aus Waldkirch ist Redaktorin von «Die Ostschweiz».

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.