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Krebserkrankung führt zu finanzieller Notlage

Ein Ostschweizer kämpft um sein Leben – und braucht Unterstützung

Marco Schwinger ist leidenschaftlicher Sportler, Lehrer, Vater von zwei Kindern – und krebskrank. Eine Blutstammzellspende ist seine Chance, sein Leben zu retten. Doch es steht eine finanzielle Herausforderung an. Um diese zu meistern, startet der St.Galler nun eine Aktion.

Die Ostschweiz am 26. Mai 2021

Im Mai 2017 bekam Marco Schwinger aus St.Gallen die Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Es folgten bange Stunden, Chemotherapien und Bestrahlungen. Und viel zu viele Wochen getrennt von seinen Liebsten. Doch Marco Schwinger schien Glück zu haben: «Ich galt als geheilt. Sogar schon zweimal. Doch seit vergangenem August wissen wir: Der Krebs ist zurück. Bereits zum dritten Mal», erzählt er.

Seine letzte Chemotherapie ist inzwischen abgeschlossen, jetzt gibt es nur noch eine Chance, sein Leben zu retten: die Blutstammzellspende. In verschiedenen Medien wurde über seine Suche nach der passenden Spenderin oder dem passenden Spender berichtet. Und tatsächlich: Sie wurde gefunden. Schwinger: «Das ist ein riesiges Glück, denn die Chance einer genügend grossen Übereinstimmung beträgt bei jeder oder jedem Spendenden nur eins zu einer Million.»

Doch nun gilt es eine weitere Hürde zu meistern: Denn, das Geld geht aus.

«Mein Lohn ist das Haupteinkommen unserer Familie und entfällt bald bis auf unbestimmte Zeit total. Weil sich meine Krebserkrankung wegen meines dritten Rückfalls erneut verlängert, ist das Krankentaggeld seit längerem aufgebraucht. Mein Arbeitgeber bezahlt bis zum 15. Juli 80 Prozent von meinem Lohn, danach haben wir praktisch kein Einkommen mehr. Meine Frau Gaby, die wie ich unterrichtet, kann nicht Vollzeit arbeiten gehen, da ich die Kinderbetreuung nicht übernehmen kann nach der Behandlung. Und die IV zahlt erst, wenn ein Arbeitsversuch in Aussicht ist», erläutert Marco Schwinger.

Hier kann man Marco Schwinger unterstützen.

Er ergänzt: «Gemäss den Ärzten ist mit einem möglichen Arbeitsversuch sechs bis zwölf Monate nach der Stammzelltransplantation zu rechnen. Die Vorbereitungen für den Eingriff starten am 31. Mai 2021, die Transplantation ist am 8. Juni geplant, das Ganze dauert etwa fünf Wochen.»

Entsprechend startet Marco Schwinger nun eine Spendenaktion.

«Ich radle oder trete während den fünf Wochen der Stammzelltransplantation auf dem Hometrainer oder Stepper für meine Familie. Mein Plan ist es, möglichst viele Kilometer zu absolvieren. Pro Kilometer kann man einen Betrag definieren, mit dem man uns unterstützen möchte. Mein Ziel sind über 500 Kilometer in dieser Zeitspanne», führt Marco Schwinger aus. «Mit wenigen Rappen pro Kilometer ermöglicht man uns einen Wocheneinkauf, und mit wenigen Franken können wir die monatlichen Krankenkassenprämien oder andere Rechnungen begleichen.»

Die Aktion unterstützen kann man auf der Webseite marcoschwinger.ch. Auf der Seite findet man ausserdem weitere Informationen.

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Laveba 03/2022

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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