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Theater St.Gallen

«Endstation Sehnsucht» und «Verminte Seelen»: Zwei Wiederaufnahmen an zwei Tagen

Das Theater St.Gallen nimmt zwei Schauspiel-Produktionen aus der vergangenen Saison wieder in den Spielplan.

Beda Hanimann am 13. November 2019

Am Dienstag, 19. November, 19.30 Uhr, findet im Grossen Haus die Wiederaufnahme des Tennessee-Williams-Klassikers Endstation Sehnsucht statt. Am Mittwoch, 20. November, 20 Uhr, folgt in der Lokremise Verminte Seelen, das Schauspielprojekt zur administrativen Versorgung.

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Verminte Seelen

Verminte Seelen mit Pascale Pfeuti, Fabian Müller, Birgit Bücker, Bruno Riedl, Diana Dengler und Marcus Schäfer (v.l.). (Bild: Jos Schmid)

Das Gesellschaftsdrama Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams ist vor allem durch die Verfilmung von Elia Kazan mit Marlon Brando einem breiten Publikum in Erinnerung geblieben. Auf diese Wirkungsgeschichte spielt die Inszenierung des St.Galler Schauspieldirektors Jonas Knecht an, indem sie Elemente aus Film und Theater zusammenführt. Kameraleute auf der Bühne produzieren Filmsequenzen, welche in Echtzeit klassischen Theaterspielszenen gegenüber gestellt werden. Durch diese Interaktion zwischen filmischem Realismus und Theater wird das Kammerspielartige des Stückes immer wieder aufgebrochen und ausgeweitet.

Die Wiederaufnahme des im Mai uraufgeführten Stücks Verminte Seelen fällt auf ein Datum, das kaum passender sein könnte: Am 20. November 1989, vor genau dreissig Jahren, hat die UNO ihre Kinderrechtskonvention verankert, seither wird am 20. November weltweit der Tag der Rechte der Kinder begangen. Das Schauspielprojekt Verminte Seelen thematisiert das dunkle Kapitel Schweizer Sozialgeschichte, als Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, administrativ versorgt werden konnten, wenn ihre Lebensumstände nicht der gesellschaftlichen Norm entsprachen. Basierend auf Dokumenten und Interviews mit Betroffenen ist ein Stück entstanden, das die bewegenden Erlebnisse administrativ versorgter Menschen exemplarisch und hautnah am Schicksal einzelner Figuren erzählt.

Endstation Sehnsucht

  • Drama von Tennessee Williams

  • Regie: Jonas Knecht

Vorstellungen:

  • Dienstag, 19. November 2019, 19.30 Uhr (Wiederaufnahme)

  • Sonntag, 24. November 2019, 14 Uhr

  • Sonntag, 24. November 2019, 19 Uhr

  • Donnerstag, 12. Dezember 2019, 19.30 Uhr

  • Mittwoch, 18. Dezember 2019, 19.30 Uhr

  • Montag, 30. Dezember 2019, 19.30 Uhr

  • Donnerstag, 16. Januar 2020, 19.30 Uhr

  • Sonntag, 19. Januar 2020, 17 Uhr

  • Sonntag, 2. Februar 2020, 19 Uhr (zum letzten Mal)

Verminte Seelen

  • Schauspielprojekt zur administrativen Versorgung

  • Regie: Barbara-David Brüesch

Vorstellungen:

  • Mittwoch, 20. November 2019, 20 Uhr (Wiederaufnahme)

  • Samstag, 23. November 2019, 20 Uhr

  • Donnerstag, 28. November 2019, 20 Uhr

  • Sonntag, 8. Dezember 2019, 17 Uhr

  • Mittwoch, 11. Dezember 2019, 20 Uhr

  • Samstag, 14. Dezember 2019, 20 Uhr

  • Dienstag, 17. Dezember 2019, 20 Uhr

  • Freitag, 20. Dezember 2019, 20 Uhr (zum letzten Mal)

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Beda Hanimann

Beda Hanimann schrieb für den Tages-Anzeiger, die Berner Tageszeitung Der Bund und das Ostschweizer Kulturmagazin Saiten und war Redaktor bei der Zeitung Die Ostschweiz und beim St.Galler Tagblatt. Seit Oktober 2017 ist er Medienverantwortlicher des Theaters St.Gallen.

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