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Stellungnahme

Fredy Fässler erklärt sich

Das dürfte eine Premiere sein: Eine etwas verklausulierte Entschuldigung eines Regierungsrats - via Twitter.

Stefan Millius am 16. Juni 2020

Eine Art kleiner «Shitstorm» war es, der auf den St.Galler Regierungsrat Fredy Fässler einprasselte, nachdem er die «Black Lives matter»-Kundgebungen als «hocherfreulich» bezeichnet hatte. Dies, obschon sie eine klare Verletzung der Coronaverordnungen war. Verschiedene Seiten forderten ihn dazu auf, sich dafür zu entschuldigen, auch die Regierung als Ganzes wurde angesprochen, zu reagieren.

Nun hat Fässler reagiert - und zwar auf Twitter. Die Staatskanzlei verlinkt kurzerhand auf das soziale Netzwerk. Dort hält der St.Galler Polizeidirektor fest, mit «hocherfreulich» habe er die Tatsache gemeint, dass die Bürgerinnen und Bürger ihre Grundrechte wieder wahrnehmen. Nicht erfreulich finde er es aber, dass die Demonstrierenden gegen die Covid-Vorschriften verstossen hätten.  Und das unabhängig vom Anliegen der Kundgebung. Was wiederum im Interview nicht zu lesen war.

Beim Gegenlesen des Interviews habe er «nicht realisiert», dass seine Aussagen auch anders interpretiert werden könnten, und das tue ihm leid, so Fässler weiter. Er habe die Angelegenheit auch mit der Regierung besprochen, und diese habe seine Ausführungen so akzeptiert.

Der Tweet ist im Original hier nachzulesen.

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Laveba 03/2022

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Stefan Millius

Stefan Millius (*1972) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».

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