logo

Häufiger Erhöhungen als Senkungen

Gemeindesteuerfüsse im Kanton Thurgau 2024 grösstenteils unverändert

Der Grossteil der Politischen Gemeinden hält 2024 an den Steuerfüssen des Vorjahres fest. Bei den Schulsteuerfüssen setzte sich der langjährige Abwärtstrend erstmals nicht mehr fort. Die Gesamtsteuerfüsse bleiben in über der Hälfte der Gemeinden unverändert.

Die Ostschweiz am 01. Juli 2024

Von den 80 Politischen Gemeinden hielten 2024 70 Gemeinden an den Steuerfüssen des Vorjahres fest, teilt die Staatskanzlei mit. 3 Gemeinden erhöhten den Steuerfuss, 7 senkten ihn. Das sind deutlich weniger als in den Vorjahren: 2023 hatten 16, 2022 sogar 25 Politische Gemeinden ihren Steuerfuss herabgesetzt. Dies geht aus der soeben publizierten Statistischen Mitteilung 4/2024 «Steuerfüsse 2024, Steuerkraft 2023» hervor.

Durchschnittlicher Gemeindesteuerfuss sinkt nur noch leicht

Der durchschnittliche, nach der Einwohnerzahl gewichtete Gemeindesteuerfuss ging nur noch leicht zurück: Er sank von 55,9 % auf 55,7 %. Im Vergleich zu den Vorjahren, insbesondere aber zu den 2000er-Jahren, ist die Abnahme sehr gering. Vor allem zwischen 2000 und 2012 sank der durchschnittliche Steuerfuss der Gemeinden von 74,8 % auf 58,6 % kräftig.

Abwärtstrend bei den Schulsteuerfüssen setzt sich nicht mehr fort

Bei den Schulsteuerfüssen setzte sich der langjährige Abwärtstrend nicht mehr fort. Erstmals seit Beginn der Statistik im Jahr 2005 erhöhte sich der durchschnittliche, gewichtete Schulsteuerfuss wieder: Er stieg um 0,5 Prozentpunkte auf 88,2 %. In den vergangenen 20 Jahren war er im Mittel jährlich um 0,7 Prozentpunkte gesunken. Von den 72 Schulgemeinden senkten nur noch 3 ihren Steuerfuss, 15 Schulgemeinden erhöhten ihn. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr (4 Schulgemeinden).

Mehrheitlich unveränderte Gesamtsteuerfüsse

2024 profitieren deutlich weniger Einwohnerinnen und Einwohner von Senkungen des Gesamtsteuerfusses – der Summe aus Staats-, Gemeinde-, Schul- und Kirchensteuerfuss – als in den Vorjahren. Nur in 7 Gemeinden sind die Gesamtsteuerfüsse niedriger als 2023. Auf der anderen Seite gab es wieder mehr Steuerfusserhöhungen (evang. Bev.: 19 Gemeinden, kath. Bev.: 16). Am stärksten stiegen die Gesamtsteuerfüsse in Mammern (+15 Prozentpunkte), Affeltrangen (+7) und Bettwiesen (+6). Die deutlichste Reduktion gab es in Bürglen (–7 Prozentpunkte), gefolgt von Münchwilen (–3). Bottighofen und Warth-Weiningen am steuergünstigsten Bottighofen führt die Rangliste der steuergünstigsten Gemeinden für die evangelische Bevölkerung wie in den beiden Vorjahren mit einem Gesamtsteuerfuss von 210 % an, dahinter folgt Warth-Weiningen (213 %). Die katholische Bevölkerung profitiert in Warth-Weiningen vom tiefsten Gesamtsteuerfuss (209 %), auf Platz 2 rangiert Bottighofen (215 %). Die höchste Steuerlast tragen weiterhin die Einwohnerinnen und Einwohner von Arbon.

Steuerkraft 2023 wieder leicht gestiegen

Die Steuerkraft pro Einwohnerin oder Einwohner stieg 2023 im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht, nachdem sie 2022 etwas gesunken war. Mit 2'221 Franken war sie um 1 % oder 21 Franken höher als im Jahr zuvor. Wie in den Vorjahren führte Warth- Weiningen auch 2023 die Rangliste der Gemeinden mit der höchsten Steuerkraft pro Einwohnerin oder Einwohner an. Dahinter folgen Bottighofen (Fr. 4'889) und Salenstein (Fr. 4'321). Am anderen Ende der Rangliste befand sich Bussnang mit einer Steuerkraft von 1'457 Franken pro Einwohnerin oder Einwohner.

Die vollständige Publikation «Steuerfüsse 2024, Steuerkraft 2023» kann unter statistik.tg.ch heruntergeladen werden. Die Daten zu den Steuerfüssen stehen auf data.tg.ch auch als Open Government Data zur Verfügung.

(Bild: Archiv)

Highlights

Trainerin der Frauenequipe des FCSG

«Vertraue auf den Prozess» – Wie Marisa Wunderlin den Frauenfussball auf das nächste Level hebt

am 08. Jul 2024
Personaltag in St.Gallen

Die Macht der Durchmischung: Michèle Mégroz über den Wandel in männerdominierten Branchen

am 09. Jul 2024
Das passiert auf dem Leistungsprüfstab

Mit Vollgas gegen den Lärm: Die St.Galler Kantonspolizei und der Kampf gegen getunte Autos

am 09. Jul 2024
Gastkommentar

Pünktlich zu Beginn des Pride-Months wehte die Pride-Flagge auf dem Vorplatz der PHTG

am 02. Jul 2024
Die Glosse

Waldmeyer und das Ende der Wokeness

am 28. Jun 2024
Acht Trainer waren im Rennen

Der FCSG wird ein bisschen deutscher: So tickt der neue Trainer Enrico Maassen

am 19. Jun 2024
Die Olivenfrau

St.Galler Jungunternehmerin Ana Krnjic: «Ich brauche keine Millionen»

am 19. Jun 2024
Politik mit Tarnkappe

Sie wollen die angebliche Unterwanderung der Gesellschaft in der Ostschweiz verhindern

am 24. Jun 2024
«Reformen jetzt»

«Dicke Post» für Bischof Markus Büchel: Wird die Kirche nun moderner, offener und frauenfreundlicher?

am 08. Jul 2024
Glück im Unglück

Ein Unfall im Alpstein und seine wunderbare Wendung: «Happy End» für Ayla und ihren Besitzer

am 07. Jul 2024
Die Welt aus der Sicht von Reena und Marta

Die Prüfungen rücken näher, und damit die dunkle Zeit der Studierendenschaft

am 10. Jul 2024
Center-Leiterin Fabienne Diez

Die Shopping Arena St.Gallen zieht an einem durchschnittlichen Tag 15 000 Besuchende an

am 12. Jul 2024
Referent am Ostschweizer Personaltag 2024

Zwischen Angst und Realität: Sind ältere Arbeitnehmer in der Ostschweiz wirklich benachteiligt?

am 19. Jul 2024
Gastkommentar

Kein Asyl- und Bleiberecht für Kriminelle: Null-Toleranz-Strategie zur Sicherheit der Schweiz

am 18. Jul 2024
Was erwartet die Frauen?

Nach der EM ist vor der Saison: Die erste Frauenequipe des FCSG im Aufwind

am 17. Jul 2024
Gastkommentar

Grenze schützen – illegale Migration verhindern

am 17. Jul 2024
Personaltag in St.Gallen

St.Gallerin Anastasia Lorena Kurer ist eine der Generation Z: «Vorurteile gegenüber der Jugend zu haben, ist nichts Neues»

am 16. Jul 2024
Präsident des Unterstützervereins

«Der persönliche Draht ist uns wichtig» – Felix Müller über den Pioneers Club 1879

am 15. Jul 2024
Inspiration-Day Ost

Stolpersteine, Stalker und Sexismus von KI: Sibylle Peuker erzählt in St.Gallen, weshalb der Mensch nicht ausser Acht gelassen werden darf

am 15. Jul 2024
Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

«Die Ostschweiz» ist die grösste unabhängige Meinungsplattform der Kantone SG, TG, AR und AI mit monatlich rund 300'000 Leserinnen und Lesern. Die Publikation ging im April 2018 online und ist im Besitz der Ostschweizer Medien AG, ein Tochterunternehmen der Galledia Regionalmedien.

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.