logo

Innerrhoden

In 90 Sekunden überzeugen

Der Marketing-Fachmann Tim Lieberherr sprach am Referatsabend vom 7. September über Storytelling. Organisiert wurde der Referatsabend vom Kantonalen Gewerbeverband, dem Amt für Wirtschaft Appenzell I.Rh. und dem Institut für Jungunternehmen.

Die Ostschweiz am 12. September 2021

Wie funktioniert richtig gutes Storytelling und weshalb ist es so wichtig? So die Frage des Referenten Tim Lieberherr zu Beginn des Fachreferats. Es gibt viele Wege, Geschichten zu erzählen und jemanden mit einer Storyline zu überzeugen. Eine strukturierte Methode ist Storytelling Canvas, welche die Erarbeitung einer Geschichte gerade auch für Anfängerinnen und Anfänger vereinfacht.

Tim Lieberherr zeigte auf, wie anhand dieses Arbeitsblatts die erforderlichen Elemente Schritt für Schritt erarbeitet werden, um das Publikum oder Kundinnen und Kunden mit einer Geschichte zu überzeugen. Die Personifizierung der Zielgruppe und auf welchen Kanälen die ausgewählte Zielgruppe erreicht werden kann, sind elementare Punkte. Um einen Wow-Effekt zu erzeugen, muss der Inhalt für die ausgewählte Zielgruppe relevant und überraschend sein.

Eine Heldenreise

Die «Hero’s Journey» wird verwendet, um spannende Geschichten zu schreiben. Solche Geschichten bleiben länger haften und sorgen für eine emotionale Bindung. Bei einer 90-sekündigen Präsentation, einem sogenannten Pitch, trifft die Heldin oder der Held zuerst auf ein Problem. Die Problemschilderung dauert 30 Sekunden. Dabei braucht es ein gewisses Drama, einen Kernpunkt. In der Mitte geht der Held oder die Heldin auf eine Reise und trifft auf die Mentorin oder den Mentor. Während dieser 40 Sekunden wird die Frage beantwortet, was die Firma oder ein Produkt auszeichnet.

Während der 20 Schlusssekunden erhält die Heldin oder der Held durch ein Produkt eine Belohnung. Die Heldin oder der Held überwindet das Problem. Storytelling und die Heldenreise eignen sich prima, um Vertrauen aufzubauen und Angebote zu verkaufen. Ein Beispiel: Ein Käser auf einer abgelegenen Alp, alleine mit den Naturgewalten und seinen Tieren. Er liebt die von ihm geforderte harte Arbeit und ist schliesslich stolz auf sein Produkt, den Alpkäse – und wohlbehütete Tiere.

Corona-konformer Apéro

Im Anschluss an das Referat blieb Storytelling ein Thema. Die Besucherinnen und Besucher aus allen Kreisen nutzten beim anschliessenden Apéro sodann die Gelegenheit für angeregte geschäftliche und persönliche Gespräche. Selbstverständlich fanden die Kontakte in Rücksichtnahme auf die aktuelle Situation mit dem nötigen Abstand auf der Terrasse statt. Das vom Restaurant Alpstein ausgearbeitete und mit Gastro AI als verantwortlichem Verband abgestimmte Schutzkonzept erlaubte es den Gästen, sich ohne Masken zu verpflegen und auszutauschen.

Im Bild von links: Ludwig Sutter (Kantonaler Gewerbeverband), Tim Lieberherr und Jelena Nikolic (Institut für Jungunternehmen) und Markus Walt (Amt für Wirtschaft).

WERBUNG
Ostschweiz unterstützen

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

«Die Ostschweiz» ist die grösste unabhängige Meinungsplattform der Kantone SG, TG, AR und AI mit monatlich über einer halben Million Leserinnen und Lesern. Die Publikation ging im April 2018 online und ist im Besitz der Ostschweizer Medien AG.

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.