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Unternehmen baut aus

Noch mehr E-Scooter

Für 2020 plant das Unternehmen VOI sein Angebot in St.Gallen weiter auszubauen. Zudem möchte man CO2 neutral operieren.

Die Ostschweiz am 24. Oktober 2019

Mobilität befindet sich im Wandel. Dass diese Annahme nicht nur auf grosse Ballungszentren zutrifft, zeigt der schwedische E-Scooter-Sharinganbieter VOI am Beispiel seines dreimonatigen Pilotprojektes in St. Gallen. Seit Ende Juli ist das Unternehmen dort aktiv und stellt der Bevölkerung 100 E-Trottinette zur Verfügung. Der Verleih erfolgt in enger Abstimmung mit der Stadt und den Behörden. Für 2020 plant das Unternehmen sein Angebot in der Schweiz - derzeit wird neben St. Gallen noch Winterthur bedient - weiter auszubauen. Im Rahmen eines Presse Round Table in St. Gallen gab VOI Einblicke in die Entwicklung der Elektromobilität in der Stadt und präsentierte Innovationen aus den Bereichen Technik und Sicherheit.

Beim Start in einer neuen Stadt vertritt VOI einen eher skandinavischen Ansatz, wie es in einer Mitteilung heisst. Anstatt mit einer grossen Flotte die Augen der Stadtbewohner auf sich zu ziehen, hat sich das Unternehmen auf individuell abgestimmte Kooperationen mit Städten und lokalen Behörden spezialisiert. So auch in St. Gallen, wo im Rahmen eines Pilotprojekts seit Ende Juli 100 E-Trottinette zur Verfügung stehen. «In St. Gallen ist das Verkehrsaufkommen geringer als in den grossen Metropolen. Das macht das Fahren auf einem E-Trotti besonders komfortabel», erklärt Claus Unterkircher, General Manager bei VOI für den DACH-Raum.  Er macht keinen Hehl daraus, dass sich VOI über eine vertiefende Partnerschaft in der Zukunft freuen würde.

Wer einmal auf dem Scooter gestanden habe, bekomme Lust auf mehr. Das zeigen laut Mitteilung konstant steigende Ausleihzahlen und Fahrtzeiten. Auch die St.Galler Studentenschaft kann dem neuen Mobilitätsangebot viel Positives abgewinnen, wie Studentenvertreter Carlo Martin beim Round Table erklärte: «Das Strassennetzwerk wird dadurch nachhaltig ergänzt und die neue Mobilitätsform bietet einen Mehrwert für die ganze Stadt», so Martin. Um die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel zu verbessern und den Menschen eine einfache und umweltfreundliche Alternative für die «letzte Meile» anzubieten, arbeitet VOI zusätzlich mit offiziellen und privaten Mobilitätsanbietern zusammen. Dazu wurden in Städten wie Hamburg und Aachen Kooperationsvereinbarungen zur App-Integration und Anschluss an den örtlichen Verkehrsmix getroffen. 

Mit dem Voiager 1 und dem Voiager 2 hat das Unternehmen bereits zwei stark verbesserte Modelle entwickelt, die in den nächsten Monaten in die Schweiz kommen sollen. Für zukünftige Generationen plant VOI darüber hinaus, austauschbare Batterien in seinen E-Trottinetten zu verbauen. Diese können dann mit elektrisch betriebenen Cargobikes ausgetauscht werden. Somit will das Unternehmen bereits 2020 komplett CO2 neutral operieren können. 

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

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