logo

Wasser abgelassen

Renaturierung der Kaubadweiher

Mittels Renaturierung und Entwicklung sollen die Kaubadweiher ökologisch und touristisch aufgewertet werden. Die Arbeiten am oberhalb von Appenzell gelegenen Naherholungsgebiet sind in vollem Gange und sollen im Frühjahr 2024 abgeschlossen werden.

Die Ostschweiz am 27. September 2023

Das Bau- und Umweltdepartement hat die ARNAL Büro für Natur und Landschaft AG damit beauftragt, für die Aufwertung der Kaubadweiher ein Konzept zu erarbeiten. Dieses wurde im Sommer 2020 verabschiedet, teilt die Ratskanzlei Appenzell Innerrhoden mit. Das «Entwicklungskonzept Tourismus und Natur» sieht unter anderem die Wiederherstellung eines möglichst natürlichen Zustands der drei Kaubadweiher vor. Diese wurden in den frühen 1970er-Jahren für die Fischzucht künstlich angelegt. Auch eine eingeschränkte touristische Nutzung soll ermöglicht werden, zumal das Naturschutzgebiet Kaubadweiher am offiziellen Wanderweg zwischen Weissbad und Jakobsbad liegt.

Weiher A bereits aufgewertet

Die für die Umsetzung der Massnahmen eingesetzte Hersche Ingenieure AG hat Projektpläne erstellt und die Realisierung geplant. Im Herbst/Winter 2020/2021 konnte die Zimmermann Strassen- + Tiefbau AG die Vorarbeiten, das Entkrauten und die Entschlammung des Weihers A ausführen. Nachdem das Wasser abgelassen wurde, konnte der Weiher ausgebaggert werden. Anschliessend wurde eine begehbare Holzplattform durch die Dörig + Brülisauer GmbH Schlatt montiert. Abgeschlossen wurden die Arbeiten im Herbst 2021 durch den WWF mit seinen zahlreichen Helferinnen und Helfern mit der Pflanzung geeigneter Heckensträucher und dem Bilden verschiedener Asthaufen als Unterschlupf für Kleintiere. Bei der Einweihung wurde die öffentliche Feuerstelle mit Sitzgelegenheit in Betrieb genommen, wie es weiter heisst.

Schonende Entschlammung für Weiher B und C

Für die Entschlammung der Weiher B und C wurde nach einer schonenden Methode gesucht, mit welcher der Eingriff in die Gewässer möglichst gering ist. Die Aquamarine Technologies AG aus Rümlang bietet Entschlammungen von mit Wasser gefüllten Teichen an. Das Weiherkraut wird mit einem Amphibienfahrzeug gemäht und entfernt. Anschliessend wird mittels Saugvorrichtung auf dem gleichen Fahrzeug der Grund vom Schlamm befreit, ohne das Wasser ablassen zu müssen.

Der Schlamm trocknet jetzt in riesigen Big-Bags bis im Frühling 2024 und kann dann als Dünger ausgebracht werden. Gleichzeitig hat die Zimmermann Strassen- + Tiefbau AG die Tief- und Wasserbauarbeiten, das heisst die Vernetzung der drei Weiher mit offenen Gerinnen und die Erstellung eines Zugangs zum Weiher C samt Erstellung der Rundwegsanierung, ausgeführt.

Abschliessend wird der WWF im Frühling 2024 wiederum geeignete Heckensträucher pflanzen, Benjes-Hecken erstellen und weitere Asthaufen mit Material der vorgängig notwendigen Rodung bauen.

Der am Wanderweg gelegene Weiher A steht den Touristinnen und Touristen mit Plattform und Feuerstelle zur Verfügung. Der Weiher C soll mittels Rundweg begangen und der Weiher B komplett der Natur und seinen Lebewesen überlassen werden.

Bild: pd

Highlights

Gastkommentar

Pünktlich zu Beginn des Pride-Months wehte die Pride-Flagge auf dem Vorplatz der PHTG

am 02. Jul 2024
Die Glosse

Waldmeyer und das Ende der Wokeness

am 28. Jun 2024
Acht Trainer waren im Rennen

Der FCSG wird ein bisschen deutscher: So tickt der neue Trainer Enrico Maassen

am 19. Jun 2024
Die Olivenfrau

St.Galler Jungunternehmerin Ana Krnjic: «Ich brauche keine Millionen»

am 19. Jun 2024
Politik mit Tarnkappe

Sie wollen die angebliche Unterwanderung der Gesellschaft in der Ostschweiz verhindern

am 24. Jun 2024
Das grosse Gespräch

Bauernpräsident Ritter: «Es gibt sicher auch schöne Journalisten»

am 15. Jun 2024
Bundesgericht

Covid-Quarantäne für Schulkinder als (angeblich) mildestes Mittel

am 03. Jul 2024
Arbeitsintegration

Eine doppelt sinnvolle Aufgabe: Wie die Thurgauer Stellensuchenden bald Nutztiere vor dem Wolf schützen können

am 04. Jul 2024
Kinderdorf Pestalozzi und die Zukunft

Mit Bildung die Welt verändern: Martin Bachofners Pläne für das Kinderdorf Pestalozzi

am 02. Jul 2024
Nach Tod von Tieren sind Besitzer traumatisiert

Wenn Wasserstellen und Pools zur tödlichen Falle werden: Hier lauern in Ostschweizer Gärten Gefahren für Tiere

am 01. Jul 2024
FCSG-Präsident im Porträt

Matthias Hüppi und der FC St. Gallen: Zwischen Passion und Pragmatismus

am 01. Jul 2024
Steigende Zahlen

384 Kandidierende für das St.Galler Stadtparlament: Maria Pappa kandidiert erneut

am 02. Jul 2024
Schweizer Datumsholz

Pascal Inauen, Geschäftsführer von Urstamm in Urnäsch: «Wir setzen uns für Schweizer Holz, regionale Wertschöpfung und Nachhaltigkeit ein»

am 30. Jun 2024
«Uf Bsuech dihei»

St.Galler Regierungsfoto im Wohnzimmer von Pipilotti Rist: Vorbereitung auf die OLMA 2024

am 03. Jul 2024
Hochkarätiges Programm

Bundesrat Guy Parmelin kommt ans 30. Rheintaler Wirtschaftsforum

am 03. Jul 2024
Stölzle /  Brányik
Autor/in
Die Ostschweiz

«Die Ostschweiz» ist die grösste unabhängige Meinungsplattform der Kantone SG, TG, AR und AI mit monatlich rund 300'000 Leserinnen und Lesern. Die Publikation ging im April 2018 online und ist im Besitz der Ostschweizer Medien AG, ein Tochterunternehmen der Galledia Regionalmedien.

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.