Die SBB und die Südostbahn (SOB) entwickeln ihre Zusammenarbeit im Fernverkehr weiter. So betreibt die SOB ab Dezember 2024 mit der Einführung des Halbstundentakts im St. Galler Rheintal die zusätzlichen Züge zwischen St. Gallen und Chur.
Die beiden Bahnunternehmen haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, wie sie am Freitag mitteilten. Nach dem Doppelspurausbau im Rheintal bieten SBB und SOB zusammen im Halbstundentakt Züge zwischen St. Gallen und Sargans an. Bedient werden Buchs SG, Altstätten, Heerbrugg, St. Margrethen und Rorschach.
Gleichzeitig ist geplant, dass die SBB mit Doppelstockzügen einzelne Leistungen von der SOB auf dem IR35 zwischen Bern und Chur übernimmt. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die SOB nicht das komplette Angebot fahren könne. Grund dafür seien die grosse Nachfrage und verzögerte Umbauarbeiten im Bahnhof Bern.
Die SBB und die SOB verbinde "eine enge und erfolgreiche Kooperation im Fernverkehr", heisst es im Communiqué. So betreibt die SOB seit 2020 den Treno Gottardo Basel/Zürich-Arth-Goldau-Göschenen-Locarno und seit 2021 die Linie Aare Linth zwischen Bern, Olten, Zürich und Chur.
Für die Umsetzung der Pläne ergänzt die SOB ihre Flotte um neun weitere Züge der Typen Traverso und Flirt. Mit der Bestellung für 145 Millionen Franken löst die SOB beim Hersteller Stadler Rail eine Option aus einer früheren Beschaffung ein. Die kupferfarbenen Traverso-Züge sollen im Rheintal zum Einsatz kommen.
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