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«Corona-Splitter» (23)

Und noch mehr schlechte Neuigkeiten

Junge Menschen hätten ohne Lockdown die Chance gehabt, die Normalvariante des Virus zu bekommen, die weniger tödlich ist. Wir haben sie gezwungen, es nun mit der tödlicheren Form aufzunehmen. Die neuesten Corona-Splitter von Rainer Fischbacher.

Rainer Fischbacher am 30. Juli 2021

Im letzten Coronoa-Splitter habe ich dargelegt, wie zwei Taskforce-Mitglieder (Manuel Battegay und Urs Karrer) mir neue Einblicke in die Corona-Problematik ermöglichten, die den Verdacht auf «Menschenopfer» bei den Jungen nahelegen , die unsere Gesellschaft erbringt, da es jungen Menschen verboten war, sich mit dem Virus 2020 zu infizieren, das weniger Menschen das Leben gekostet hätte, nun aber eine Variante vorherrscht, die 2/1000 Menschen zwischen 40 und 60 Jahren tötet.

Dieser Verdacht ist aber nur zu halten, wenn die Aussagen der Taskforce-Mitglieder Battegay und Karrer stimmen, dass nämlich die britische Mutante nun 2 von 1000 Todesopfer fordert und es zuvor weniger waren.

Wie gross war nun der Anteil der verstorbenen pro 1000 erkrankter in der Altersgruppe 40-60 mit dem Wuhan Virus von 2020?

Machen Sie mit mir eine heuristische Näherung:

Seit März 2020 bis Februar 2021 sind folgende Zahlen festgehalten worden:

  • Von rund 100 000 Infizierten im Alter zwischen 50 und 60 Jahren starben 162, also 1.62 /1000
  • Von rund 100 000 Infizierten zwischen 40 und 50 Jahren starben 32, das ergibt 0.32/1000
  • Die 50-Jährigen dürften also in der Mitte liegen: zwischen den 40-50 jährigen (0.32 ) und den 50-60 jährigen (1.62 ) , (1.62+0.32) : 2 = 1.94 :2 = 0.97 oder gerundet = 1, und somit sehen wir im Vergleich:

Das Wuhan -Virus im Vergleich zur englischen Mutante:

  • Wuhan-Virus 2020: Todesopfer in der Atersgruppe 40-60 1 von 1000 erkrankten
  • englische Mutante : Todesopfer in der Altersgruppe 40-60 2 von 1000 erkrankten

Einer von zwei Jungen, der nun an Corona stirbt, wäre auch mit dem Wuhan-Virus gestorben, der andere stirbt wegen des durch den Lockdown verursachten Siegeszuges der gefährlichen britischen Mutante und wegen des Verbotes unserer Regierung, 2020 Party zu feiern und sich an der weniger gefährlichen Virusvariante zu immunisieren.

Eines von zwei jungen Coronaopfern ist somit ein Menschenopfer zum Schutz unserer alten und kranken Mitmenschen und zum Schutz der Überlastung unseres Gesundheitswesens.

Wie viele Opfer an jungen Gesunden wird es noch geben, bis alle, die wollen, geimpft sind? Sie hatten Pech, dass die Impfung zuerst den 100-Jährigen und dementen Altersheimbewohnern gespendet wurde. (Ich war selber dabei und habe da mitgemacht bei der Impfung alter und dementer Menschen, Sie dürfen mich deswegen hassen)

Und bei wem können sich die, die sich nicht impfen möchten aus Angst vor der Impfung, bedanken, dass sie es nun mit einer noch tödlicheren Mutante zu tun bekommen? Ok… die sind ja selber schuld!

Nein, sind sie nicht, sie hätten ohne Lockdown die Chance gehabt, die Normalvariante zu bekommen, die weniger tödlich ist. Wir haben sie gezwungen, es nun mit der tödlicheren Form aufzunehmen.

Aber wir haben eine grosse Hoffnung: Es gab noch kaum etwas, was unsere Task Force gesagt hatte, was sich bewahrheitet hat. Hoffen wir, es ist auch diesmal so! Hoffen wir, die Angabe von Dr.Karrer, Vize-Präsident der Task Force, dass nun bei den 50-Jährigen 2 von 1000 sterben, einfach nicht stimmt!

Dann gibt es auch keine Menschenopfer!

Nun ist mir ein wenig schwindelig: zu behaupten, die Corona-Politik verlange Menschenopfer von den Jungen: Da wird es Menschen geben, denen ein solcher Vergleich nicht gefällt.

Ich werfe also genau jenen vor, junge gesunde Menschen geopfert zu haben, die ihrerseits den Andersdenkenden andauernd vorwerfen, verantwortungslos und unethisch zu handeln.

Ich glaube, ich bin Extremist: Ich argumentiere gleich wie die Regierung! Nur nicht gegen die Richtigen! Das geht doch nicht! Darf ich mich auf das argumentative Niveau der Regierung herablassen mit so üblen Schuldzuweisungen?

Einerseits möchte ich Sie dafür um Verzeihung bitten, andererseits weiss ich, dass Sie ein Jahr Zeit hatten, sich an das argumentative Niveau der Regierung zu gewöhnen.

Und so hoffe ich auf Ihr Verständnis. Auch wenn ich argumentativ tief unten hinziele, ich rechne wenigstens besser als unsere Task Force.

Liebe Leser, die Sie Angst vor der Impfung haben und zwischen 40 und 60 Jahre alt sind:

Für Sie ist Corona nun doppelt so gefährlich wie letztes Jahr. Und die Impfung ist nach meiner Einschätzung nach wie vor unbedenklich. Wenn sich 1000 von Ihnen impfen lassen, wird womöglich ein Mensch weniger sterben. Das fände ich schön.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Rainer Fischbacher

Rainer Fischbacher ist Arzt in Herisau und ehemaliger Ausserrhoder Kantonsarzt.

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