logo

Gastbeitrag

Warum tut ihr das? - Die Sache mit dem Expertentum

In einer Krise suchen die Menschen nach Expertinnen und Experten. Ein Mensch braucht jemanden, bevorzugt auch mehr als einen, den er richtig toll finden kann. Ein Vorbild, ein Beispiel oder einen Helden, an dem er sich orientieren kann. – Ein Gastbeitrag von Madleina Manetsch.

Madleina Manetsch am 29. Juli 2021

Das wird auch der Grund sein, weswegen die meisten Menschen schweizweit sich bei der Task Force informieren.

Die Expertengruppe der Swiss National COVID-19 Science Task Force besteht aus einem Team von rund 80 Fachpersonen. Geleitet wird die Task Force von Prof. Martin Ackermann. Ein Experte für Mikrobiologie..

De facto ist die Task Force eine grosse Gruppe. Mit vielen Menschen. Und mit einer grossen Macht. Eine Macht, die meiner Meinung nach gerade sehr ausgenutzt wird. Eine Macht, die alles verschlingen will. Eine Macht mit einer wohldosierten Panikmache. Und Panik verbreitet sich ähnlich wie Viren.

Fast täglich, seit März 2020, werden Fallzahlen in den Medien präsentiert. Gross und breit. Nicht übersehbar. Pessimistische Warnungen. Und es scheint kein Ende zu haben. Eine unendliche Geschichte. Expertinnen und Experten warnen vor einem explosionsartigen Anstieg der Fallzahlen durch die Mutante Delta. Die weltweiten Regierungs-Expertinnen und Experten reden gerne über Horrorszenarien, die bis zum heutigen Tag so nicht eingetroffen sind.

Die Corona- Massnahmen betreffen fast alle Bereiche unseres Lebens. Alle Menschen bekommen die Auswirkung deutlich zu spüren.

Was das mit einigen Menschen macht, was das auslöst, will ich hier und jetzt nicht erwähnen. Denn in Angst und Panik werden die Menschen oft gefährlicher als die Krankheit selber.

Am Runden Tisch könnten Regierende mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen diskutieren.

Es sollte eigentlich um Lösungen gehen, nicht um Provokationen. Andersdenkenden eine Stimme geben und zusammen nach Lösungen suchen. Auch Fachpersonen zu Wort kommen lassen, die den Einschätzungen von Wissenschaft und Politik widersprechen. Denn kritische Corona- Expertinnen und Experten sind keine Wichtigtuer. Im Gegenteil, auch kritische Meinungen kommen von Expertinnen und Experten aus der Medizin, Mikrobiologie, Infektiologie, Immunologie. Sie versuchen die Menschen aufzuklären. Ohne Angst zu verbreiten.

Sie werden aber verhöhnt und verspottet. Man versucht, sie zum Schweigen zu bringen. Und das nur, weil sie die Pandemiepolitik hinterfragen. Weil sie misstrauisch sind. Weil sie Alternativen suchen. Weil sie Erfahrungen haben und weil sie sich Sorgen machen. Sorgen um die Kinder, um die Risikogruppen um die älteren Generationen. Und um die, die sich nicht selber wehren können.

Ja. Das wollen die Task Force Expertinnen und Experten bestimmt auch. Alle wollen plötzlich die Welt retten. Denn über den Tod reden wir nicht. Immer noch nicht.

Und doch. Zuerst dürfen die Expertinnen und Experten die Lage erklären. Panik und Angst verbreiten. Dann verschwinden sie. Bis zur nächsten Mutation.

Die BAG-Kampagne zur Eindämmung des Coronavirus hinterlässt Spuren. Es ist nicht die feine Art, mit dem Volk so zu kommunizieren.

Folgende Sätze werden wir alle wohl nie vergessen.

_Bleiben Sie zuhause. Retten Sie Leben. Auch bei gutem Wetter zuhause bleiben. Jetzt erst recht. Treffen Sie so wenige Menschen wie möglich. Gründlich Hände waschen. Jetzt unbedingt neue Regeln einhalten. Bei Symptomen sofort Testen lassen. Keine Hand, keine Faust, keine Umarmung. Begrüssung immer mit Abstand. Mach's einfach (mein Favorit, übrigens), Unbedingt Isolation und Quarantäne einhalten. Maskenpflicht. Danke, dass Sie weiterhin eine Maske tragen. Schützen Sie sich, schützen Sie andere. Alle. Danke. _Aktuell besonders wichtig - impfen und testen.

Unsere Grundrechte, die der Bundesrat schon eingeschränkt hat, geraten immer mehr in Gefahr. Dennoch gibt es kaum Kritik am Regime des Bundesrats. Beweist das, wie hoch die Bevölkerung Autorität und Glaubwürdigkeit vom Bundesrat einschätzt?

Wie lange wollt ihr das noch mitmachen ? Und warum ?

WERBUNG
Ostschweiz unterstützen

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Madleina Manetsch

Madleina Manetsch (*1973), Fachfrau Gesundheit EFZ, arbeitet in der Langzeitpflege und - betreuung in einer privaten Spitex im Kanton Zürich.

Hier klicken, um die Mobile App von «Die Ostschweiz» zu installieren.