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Gastbeitrag

Wir stellen vor: Eine neue Pandemie namens «PerTriD-20»

Testen, testen, testen… bis der Doktor kommt. Fast 700 Millionen Steuerfranken sind bereits verröstet für die völlig sinnfreie Corona-Testerei. Und es sollen noch viele hunderte Millionen mehr werden. Es ist eine neue Pandemie unterwegs. Und sie betrifft jeden, wenn er Steuern zahlt.

Rolf Bolt am 08. März 2021

Zahlen Sie gerne Steuern? Dumme Frage, ich weiss. Niemand zahlt gerne Steuern, nicht einmal wenig. Wenn das Geld wenigstens noch sinnvoll eingesetzt würde zu unser aller Wohl, könnte man die staatliche Abzockerei ja noch verstehen und einigermassen leben damit. Wie vor Corona.

Seit zwölf Monaten grassiert in Regierungskreisen rund um den Globus ein sehr spezielles Virus. Nein, es ist nicht das in den Medien hyperinflationär erwähnte Coronavirus.

Das Virus, das ich meine, heisst «Perditio Tributa» - zu deutsch «Steuerverschwendung» - und löste im vergangenen Jahr die Krankheit «PerTriD-20» (Perditio Tributa Disease 2020) aus. Die Krankheit PerTriD ist nicht wirklich neu. Man kennt sie schon lange. Es gibt aber eine neue, ganz gefährliche Mutation: PerTriV 20 (Perditio Tributa Virus 20). Sie hat ganz neue Dimensionen erreicht und zeigt keinerlei Anzeichen einer Abschwächung, geschweige denn einer Auflösung. Ganz im Gegenteil, es wird stärker und stärker. Die Krankheit ist auch keinen saisonalen Schwankungen unterworfen, sondern wütet ganzjährig. Wellenförmig, kein Ende abzusehen, exorbitant apokalyptisch!

PerTriD-20 vermag den Verstand von Mitgliedern von Regierung(en) sowie Parlamenten komplett auszuschalten und kann so ganze Staaten mit ihren Volkswirtschaften in die Pleite stürzen. Die Bevölkerungen werden dauerhaft in Angst, Schrecken, Verzweiflung und rasch zunehmend in Armut versetzt. Garantierte Grundrechte der Verfassung werden ignoriert, Ebenso Demonstrationen und fachlich fundierte Forderungen nach einem evidenzbasierten Handeln der Regierung(en). Keine verordnete Massnahme ist genug sinn-, intelligenz- und evidenzfrei, um nicht noch von einer nächsten getoppt zu werden. Sogar die Gesundheit des Staats-Haushalts wird mit Freuden geopfert. Geld spielt keine Rolle. Koste, was es wolle.

Die Bevölkerung reagiert unterschiedlich. Geschürt durch die Medien bilden sich tiefe Gräben durch unsere Gesellschaft. Während die Mehrheit zunehmend aggressiv immer noch stärkere und kostspieligere Massnahmen fordert, in der illusionären Hoffnung, schnellstmöglich wieder zur Normalität übergehen zu können, werden die Anderen depressiv, apathisch und verlieren zunehmend ihre ganze Lebenskraft. Klarer Verstand wird von der Politik ad absurdum geführt. Manche verabschieden sich ganz von dieser irre gewordenen Welt.

Das Mittel der Wahl bzw. der Regierungen ist alternativlos: eine Impfung, und zwar durch: Geldspritzen. Doch die helfen leider höchstens vorübergehend, wenn überhaupt, und sie treffen auch viel zu spät ein. Der Beamten-Apparat ist überfordert mit der dem Gesetz geschuldeten sorgfältigen Bearbeitung der vielen Anträge. Viele ereilt der finanzielle Exodus schon lange vorher. Game over.

«Die» Wissenschaft rätselt und man unkt, befürchtet und vermutet das Allerschlimmste. Und vor allem ohne Ende. Keine Hoffnung oder Perspektive einer Besserung oder Heilung, aus rein wissenschaftlicher Sicht natürlich.

Spezielle Symptome zeigen viele Journalisten von grossen Medienhäusern. Ihre Recherche-Fähigkeiten werden paralysiert und sie plappern alles nach, was ihnen die vom Virus Befallenen fürsorglich vorkauen. Wirklich schlimm. Zwar sind viele von ihnen schon geimpft, aber man weiss ja, Geldspritzen machen abhängig und die Impf-Dosis muss stetig erhöht werden.

Bereits kurz nach dem Ausbruch von PerTriD-20 wurde auch ein PCR-Test entwickelt und schnell verfügbar gemacht. Um eine sichere Diagnose zu haben, werden mit aufwändigen und teuren Massentests die Kontoguthaben aller Bürgerinnen und Bürger auf das Vorhandensein von mindestens 0,05 Einheiten der lokalen Währung abgesucht. Die Positivrate ist erschreckend hoch. Die Testkosten auch.

Ein PerTriD-20 – PCR-Test kostet 150 Einheiten der lokalen Währung. Allein in der Schweiz hat die Regierung für über 4,5 Millionen Tests schon fast 700 Millionen Schweizer Franken – in Zahlen: 700‘000‘000 Franken an Steuergeldern verschenkt. Zwar sagt das Resultat des Tests nichts aus über Infektion und Ansteckungsfähigkeit mit PerTriD-20, aber mit der 40fachen Verdoppelung der Probe von 0,05 Einheiten kommt man schon auf eine beeindruckende, der Bevölkerung Angst machende Zahl. Und diese Zahl muss einfach gross genug sein, sonst lässt sich die Bevölkerung nicht dazu «motivieren», all ihre Freiheitsrechte aufzugeben und bis zum Sankt Nimmerleinstag auf alles zu verzichten. Oder aber die neuen Impfgeschenke der Pharma-Unternehmen anzunehmen. Alles freiwillig natürlich. Zusammen schaffen wir das!

Also, wenn der Test bei Erwachsenen schon nichts aussagt, macht man ihn jetzt auch beim Taschengeld von allen Schulkindern und Jugendlichen, und zwar jede Woche zwei Mal. Im übrigen sollen auch die Arbeitgeber dazu «motiviert» werden, alle ihre Angestellten im Wochenrhythmus testen zu lassen. Und weil es bald mehr Arbeitslose als Arbeitnehmende gibt, soll demnächst auch jede/r ALV-Leistungsbeziehende verpflichtet werden, sich mindestens 5 Mal pro Monat testen und 4 Mal pro Jahr impfen zu lassen. Die Test- und Impfzertifikate sind zusammen mit den monatlichen Arbeitsbemühungen nachzuweisen und einzureichen, sonst gibt’s Einstelltage.

Die Geschichte könnte noch beliebig weiter gesponnen werden.

Liebe Mitbewohnerinnen und Mitbewohner dieses Landes:

Die obige, natürlich rein fiktive Geschichte soll Sie einladen, darüber nachzudenken, ob das Schiff unserer Nation wirklich noch «eine Handbreit Wasser unter dem Kiel» hat, gerade am Auflaufen ist oder gar schon auf dem Trockenen steht.

Die ganze Massnahmenpolitik des Bundesrates baut auf dem PCR-Test, welcher sogar laut dessen Erfinder Kary B. Mullis (hat 1993 den Nobelpreis für die Methode bekommen) nichts, aber auch grad rein gar nichts aussagt über eine aktuelle Infektion oder Ansteckungsgefahr.

Gemäss den Zahlen des BAG wurden nun schon über 4 Millionen, in Zahlen: 4‘000‘000, solcher Tests in den vergangenen 12 Monaten durchgeführt. Jeder PCR-Test kostet uns 156.00 Steuerfranken. Hinzu kommen noch über 600‘000 Antigen-Tests à Fr. 57.50. In diesen Ansätzen sind die begleitenden Arztkosten noch nicht einmal mit eingerechnet. Die drückt man Ihnen über die Krankenkasse auch noch auf.

Der neuste «Furz» des Gesundheits-Onkels im Bundesrat: mit eiligst von der Pharmabranche entwickelten neuen Selbsttests sollen sich alle Bewohner dieses Landes, egal ob mit oder ohne Symptome, 5 Mal pro Monat testen. Bei positivem Testergebnis wird noch ein PCR-Test drauf gepackt. Alles gratis, der Bund (also wir alle mit unseren Steuern) zahlt’s. Über 1 Milliarde Steuerfranken wollen an die Labore und die Pharmabranche verschenkt, pardon, investiert werden. Ist der Mann noch zu retten?

Irrsinn komm raus, du bist umzingelt!

Und dies in einer Zeit, in welcher bereits über 30‘000 Tests nötig sind, um noch popelige 1‘200 positive, nichts aussagende Testresultate zu erzielen. Mit einer Vervielfachung der Testaktivität darf natürlich mit entsprechend höheren Werten gerechnet werden, so der Plan im Bundeshaus.

Die Parlamentarier_innen klatschen Beifall und nehmen derweil ihre persönlichen Harfen hervor und singen «Hosianna» und «Heureka, wir haben die Lösung gefunden». Wer bei jeder Gelegenheit ein endlos negatives Testresultat oder einen Impfnachweis vorzeigen kann, darf wieder ein annähernd normales Leben führen. Aber nur mit Maske natürlich.

Wie lange wollen wir uns diese völlig schwachsinnige, sinnentleerte Test-Orgie zulasten unserer hart erarbeiteten Steuern eigentlich noch leisten? Wurden wir überhaupt gefragt, ob wir das wollen? Nnnnnein?!

Wo bleiben eigentlich Institutionen wie die eidgenössischen und kantonalen Finanzkontrollen, Geschäftsprüfungskommissionen sowie der Bund der Steuerzahler, wenn man sie mal wirklich braucht? Das willkürliche Handeln der Regierung(en) entgegen jeder Verhältnismässigkeit, Evidenz, Vernunft und gebotener Sorgfalt im Umgang mit den Steuermitteln müsste doch schon längst Folgen haben.

Und wo bleibt die Aufsichtspflicht der Bundesversammlung über die Handlungen des Bundesrates? Gemäss Artikel 169 BV hat die Bundesversammlung die Oberaufsicht über den Bundesrat und die Bundesverwaltung. Und laut Artikel 170 BV sorgt die Bundesversammlung auch dafür, dass die Massnahmen des Bundes auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Ich kann gerade nichts, aber auch rein gar nichts davon erkennen. Liegt es an mir? Weshalb versagen alle Kontrollmechanismen, um diesem Irrsinn Einhalt gebieten zu können?

Wo sind wir denn angekommen? Im Königreich Absurdistan, mit 7 Königinnen und Königen? Gemäss dem Prinzip der Gewaltentrennung ist der Bundesrat eine ausführende, planende und koordinierende Instanz, keine herrschende.

Kennen Sie das ostafrikanische Land Tansania? Dessen Präsident hat Ende Januar 2021 die Pandemie in seinem Land für beendet erklärt. Wie kommt er dazu? Er wollte wissen, wie verlässlich dieser PCR-Test ist. Dazu hat er Proben einer Ziege, einer Wachtel, dem Saft aus dem ungeöffneten Inneren einer Papaya und von Motorenöl an ein Labor geschickt mit dem Auftrag, diese auf Corona zu testen. Er hat dabei den Proben fiktive Namen von Menschen gegeben. Das Motorenöl war negativ, die Ziege, die Wachtel und die Papaya aber positiv. Daraufhin hat er den einzig vernünftigen Entscheid gefällt. Fertig mit lustig. Stellen Sie sich vor: Tansania ist seither nicht ausgestorben. Wie unfassbar!

Wieso können WIR das nicht?

Wenn ich in meine virtuelle Glaskugel schaue, wage ich zu prophezeihen, dass in diesem Jahr sogar der Heuschnupfen und die Erkältungen ausgerottet werden. Aber das Coronavirus leider nicht. Die WHO hat auch eine solche Glaskugel wie ich. Und sie sieht darin die Pandemie noch bis mindestens 2022 weiterlaufen. Möchten wir das wirklich glauben?

Vielleicht inspiriert Sie der Gedanke, an diesem ganzen Theater einfach nicht mehr teilzunehmen. Noch besteht dafür ja auch kein Zwang, wenngleich der Druck stetig zunimmt. Ohne weitere Tests keine neuen «Fälle» mehr und schon massiv weniger PerTriD-20. Diese extrem grassierende Steuerverschwendungs-Krankheit wäre damit also mal mindestens partiell eingedämmt, sogar ganz ohne Spritzen.

Aber das wäre Logik und Verstand. Und die sind im Bundeshaus ausser Betrieb. Vielleicht sind die Sicherungen durchgebrannt und niemand weiss, wo der Sicherungskasten oder das Paket mit den neuen Sicherungen ist. Ohne Licht im Oberstübchen wird es schwierig. Oder haben wir es hier schon mit fortgeschrittenem «Dingsheimer» zu tun, wenn sich Parlamentarier nicht mehr daran erinnern, wer sie gewählt hat und für was?

Man kann sich fragen, ob wir Bundesrat, kantonale Regierungen und die Parlamente überhaupt noch brauchen, wenn sie doch nicht zum Wohl der Bevölkerung funktionieren, wenn’s drauf ankommt. Aber diese Wahl haben wir ja nicht, bzw. frühestens 2023. Wenn überhaupt. Aber das ist ein anderes Thema.

Ein «normales» Leben, wie wir es kennen, ist in weite Ferne gerückt. Wissen wir überhaupt noch, wie das geht?

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Laveba 03/2022

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Rolf Bolt

Rolf Bolt (1960) ist Krisen-/ Veränderungsbegleiter, Impulsgeber und Fachmann im Bereich Arbeitsintegration. Er lebt in Paspels (GR)

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