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«Die schönsten Schweizer Dörfer»

Schwellbrunn: «Wie ein Blick durch ein Schaufenster»

Die Gemeinde Schwellbrunn zählt zu den «Schönsten Dörfern der Schweiz». Um in diesen erlauchten Kreis aufgenommen zu werden, gilt es verschiedene Parameter zu erfüllen. «Die Ostschweiz» hat beim Gemeindepräsidenten Ueli Frischknecht nachgefragt.

Andreas Lehmann am 27. Juli 2021
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Herr Frischknecht, wann wurde Schwellbrunn in die Gilde «der schönsten Schweizer Dörfer» aufgenommen?

Im Jahr 2017.

Wie ist der Verein «Schönste Schweizer Dörfer» auf Ihre Gemeinde aufmerksam geworden?

Vor der Wahl im Jahr 2017 wirkten verschiedene Einwohnerinnen und Einwohner aus unserer Gemeinde in der TV-Serie «SRF bi dä Lüt» mit. Die damals ausgestrahlten tollen Bilder haben den Verein auf Schwellbrunn aufmerksam gemacht.

Welche Kriterien waren zur Wahl massgebend?

Die Lage des Dorfes unter Einbezug der lokalen Besonderheiten (Gewerbe, Natur, Brauchtum und Kultur).

Was zeichnet ihre Gemeinde besonders aus?

Schwellbrunn liegt auf fast 1000 Metern über Meer und ist das höchst gelegene Dorf im Appenzellerland, eingebettet zwischen Alpstein und Bodensee. Eine wunderbare Natur mit gepflegten Wanderwegen, welche zu etlichen Aussichtspunkten führen, machen Schwellbrunn zu einem Ort der Erholung. Weiter gibt es viele Möglichkeiten um den Gaumen mit Speis und Trank zu verwöhnen, sei dies beim Wandern, Biken, Langlaufen oder Skifahren. Hinzu kommen die vielen aktiven Vereine, welche über das ganze Jahr mit verschiedenen sportlichen und kulturellen Anlässen das Gemeinschaftsleben prägen und bereichern. Und natürlich die traditionellen Anlässe wie das Silvesterchlausen, die Viehschau oder das Buremusigtreffä, welche bei Land und Leute über die Gemeindegrenzen sehr beliebt und bekannt sind.

Welches Wahrzeichen prägt ihr Dorf?

Natürlich die Lage des Dorfes auf der Krete mit dem charakteristischen spitzen Glockenturm, welcher sich elegant in das Dorfbild einfügt. Die eng aneinander gebauten Giebelhäuser schmiegen sich an den Horizont und wirken wie ein Blick durch ein Schaufenster in die schöne Landschaft.

Haben Sie die Ernennung zu einem der schönsten Dörfer der Schweiz gefeiert?

Die offizielle Preisverleihung im September 2017 wurde, wie es üblich ist in Schwellbrunn, mit der gesamten Bevölkerung mit einem grossen Fest gefeiert. Die Festansprache erfolgte durch Alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz.

Welche spürbaren Vorteile ergaben sich durch diese Wahl?

Der Bekanntheitsgrad der Gemeinde Schwellbrunn stieg unter anderem durch das grosse mediale Interesse markant.

Haben seither mehr Personen ihr Dorf besucht?

Schwellbrunn war schon vor der Wahl ein beliebtes Ausflugsziel. Nach dem Titelgewinn besuchten erheblich mehr Menschen unsere Gemeinde. Es wurde insbesondere festgestellt, dass die Besucherzahlen aus allen Landesteilen der Schweiz zunahmen. Auch ausländische Reisegruppen fanden sich vereinzelt im Dorf ein.

Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung persönlich?

Es erfüllt mich heute noch mit Freude und Stolz im «schönsten Dorf der Schweiz» wohnhaft zu sein. Unsere Gemeinde muss sich aus den gewachsenen Strukturen weiterentwickeln und gleichzeitig müssen wir darauf achten, sorgsam mit den vorhandenen «Schönheiten» unserer Gemeinde umzugehen.

Wenn Sie mit drei Worten ihr Dorf vorstellen müssten, welche wären das?

Tradition, Natur, Gemeinschaft.

Jede Gemeinde hat ihr schönstes Plätzchen. Welches ist ihr Lieblingsort und warum?

Es gibt viele schöne «Plätzchen» in Schwellbrunn. Speziell schön ist sicher der «Sitz». Die Aussicht ist einmalig. Bei guten Wetterverhältnissen kann man den süddeutschen Raum mit Bodensee, die Vorarlberger Alpen, das Alpsteinmassiv, die Churfirsten, die Glarner und Zentralschweizer Alpen sehen. Nebst der schönen Aussicht kann ich im Winter Skifahren und mich übers ganze Jahr im Restaurant verköstigen lassen. Kurz: «Für Leib und Seele ist an diesem Ort gesorgt.»

Wissenswertes zur Gemeinde

Die Gründung der Gemeinde erfolgte im Jahr 1648 durch die Ablösung der Kirche Herisau.

Die Gemeindefläche beträgt: 17.42 km2

Einwohnerzahl aktuell: 1'550 (31.12.2020)

Sehenswürdigkeiten:

  1. Reformierte Kirche

  2. Rätselweg

  3. Viehschau (immer am letzten Montag im September)

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Ueli Frischknecht

Gemeindepräsident Ueli Frischknecht

Stölzle /  Brányik
Autor/in
Andreas Lehmann

Andreas Lehmann (*1968) ist Redaktor bei «Die Ostschweiz».

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