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Nomination durch Kantonalvorstand

Zweiter Regierungskandidat steht fest: Michael Götte tritt wieder an

Nach der FDP hat auch die SVP mitgeteilt, wie sie in den zweiten Wahlgang der St.Galler Regierungswahlen geht. Sie bleibt bei ihrem Kandidaten Michael Götte, der unter den Nichtgewählten das beste Resultat erzielt hatte.

Stefan Millius am 10. März 2020

Überraschend ist die Entscheidung des SVP-Kantonalvorstands nicht. Der Tübacher Gemeindepräsident und Fraktionschef im Kantonsrat hatte am Wahlsonntag sehr gut abgeschnitten und das absolute Mehr nur relativ knapp verfehlt. Für seine Partei bedeutet das, dass die St.Galler Bevölkerung wolle, «dass die SVP mehr Verantwortung in der kantonalen Exekutive übernimmt», wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Dass die SVP bei den Parlamentswahlen verloren hat, wertet die Partei als bedauerlich, aber nicht so gravierend wie allgemein dargestellt. Mit 35 Mandaten bleibe man «mit Abstand die stärkste Kraft im Parlament.» Zudem habe der Trend der nationalen Wahlen 2019 gebrochen werden können. Das gebe Anlass zu Optimismus für die zweite Runde der Regierungswahlen.

Alternativen zu Götte wurden offensichtlich nicht diskutiert, für den Vorstand sei klar gewesen, dass man auf ihn setze. Er habe nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in urbanen Gebieten sehr gut abgeschlossen.

Nach wie vor zeigt sich die SVP überzeugt, dass sie mit zwei Vertretern in der Regierung sein sollte. Das System funktioniere nur, «wenn alle grösseren Parteien ihrer Bedeutung entsprechend in der Regierung vertreten sind.» Das sei derzeit nicht der Fall, da die Gespanne SP und CVP beziehungsweise CVP und FDP bis dato über eine Mehrheit in der Regierung verfügten, obwohl die SVP die stärkste Partei sei.

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Stölzle /  Brányik
Autor/in
Stefan Millius

Stefan Millius (*1972) ist Chefredaktor von «Die Ostschweiz».

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