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Splügen | Kanton Graubünden

Das Passdorf am Hinterrhein

Aufgrund der speziellen Lage zwischen dem San-Bernardino-Pass und dem Splügenpass war dieses Dorf schon immer ein wichtiger Standort an der Transitroute. Heute ist er ein beliebtes Ziel sowohl für den Sommer- als auch den Wintertourismus.

Die Ostschweiz am 02. Juli 2021

Hinweis: Dies ist ein Beitrag aus der Serie «Die schönsten Schweizer Dörfer». Der gleichnamige Verein hat kürzlich einen Reiseführer mit den 43 schönsten Destinationen veröffentlicht. Er kann hier zum Vorzugspreis bestellt werden.

Abgesehen von einigen frühzeitlichen Spuren und den Überresten einer Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde Splügens Identität durch die Walser geprägt, die sich im 13. Jahrhundert in der Region ansiedelten. Ursprünglich aus dem Oberwallis stammend, liessen sich diese Siedler im Rheinwald als freie Bauern unter dem Schutz einiger Herren nieder.

Seinen Wohlstand verdankt das Dorf vor allem seiner Lage an der Kreuzung der Saumpfade und dem gleichnamigen Pass, der mehrere Jahrhunderte lang als Durchgang für den Warenverkehr zwischen Nord- und Südeuropa diente. In Splügen, ein wichtiger Rastplatz, blühten wichtige Handelshäuser, Gasthäuser, Ställe und Susten.

Diese erfolgreiche Vergangenheit hat ihre Spuren im Erscheinungsbild des Ortes hinterlassen. Die alten Gebäude bestehen aus einem gemauerten Fundament, das einst als Unterstand für Waren und Tiere diente, und den Holzetagen, die als Wohnraum genutzt wurden. Heute stechen prächtige Palazzi mit nüchternen, aber leuchtenden Fassaden und die sonnengeschwärzten Walserhäuser aus der unvergleichlichen Silhouette von Splügen heraus.

Stolz säumen die Häuser das Ufer des Stutzbachs, der weiter unten in den Rhein mündet. Die engen Gassen im Ortskern, die hier und da mit schönen Brunnen gespickt sind, laden zum Flanieren ein.

Besonders erwähnenswert ist der elegante zentrale Platz, an dem sich das Hotel Bodenhaus befindet, welches 1722 als Warenlager erbaut und später zu einem Gasthaus umgebaut wurde, das so prominente Gäste wie Albert Einstein, Friedrich Nietzsche und Prinz Louis Napoleon Bonaparte beherbergte. Seine grosse Terrasse überblickt den gepflasterten Platz, der durch eine Bäckerei, das Tourismusbüro und einen malerischen, mit Blumen geschmückten Steinbrunnen ergänzt wird.

Die sorgfältige Erhaltung dieses wertvollen architektonischen Ensembles, welches als Schweizer Kulturgut von nationaler Bedeutung anerkannt ist, brachte Splügen 1995 den Wakkerpreis ein. Doch mit der Eröffnung der Gotthardbahn, die den Handel und den alpenquerenden Verkehr umleitete, oder dem Stauseeprojekt 1944, das die Schätze des Bergdorfes für immer hätte verschlingen können, war das Schicksal Splügens fast besiegelt.

Heute haben ein neuer Strassentunnel und der Ausbau der Infrastruktur für den Wintersport Splügen touristisch aufgewertet und die schlafenden Schönheiten in ihrer alpinen Umgebung vor den staunenden Augen der Besucher wieder zum Leben erweckt. Seit Anfang der 1990er-Jahre wird im Tal biologische Landwirtschaft nach dem Vorbild der damaligen Walser betrieben. Eine Rückkehr zu den Wurzeln sozusagen.

Wussten Sie schon?

Auf einer Höhe von etwa 2200 Metern gibt es bei einer Bergwanderung zwei kleine Juwelen zu entdecken. Dies sind die beiden Suretta-Seen, deren kristallklare Farbe die umliegenden schroffen Gipfel widerspiegelt.

Nicht verpassen

  • Walserhäuser

  • Splügenpass

  • Schloss Splügen

  • Bodenhaus

  • Die Dorfkirche (16. Jahrhundert)

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